Im Schnitt sind 28,5 Prozent des Stromverbrauchs auf den Kanaren in der vergangenen Woche aus erneuerbaren Energien erzeugt worden. Den höchsten Tageswert meldete der Netzbetreiber Red Eléctrica (REE) am 28. August mit 38,2 Prozent.
Gegenüber der Vorwoche bedeutete das einen deutlichen Sprung. Zuvor lag der Anteil bei lediglich 20,7 Prozent. Damit wurde ein Zuwachs bei der regenerativen Energiegewinnung von 7,8 Prozentpunkten verzeichnet. Zwischen dem Wochen-Durchschnitt und dem größten Ausschlag lagen rund zehn Prozentpunkte. Das verdeutlicht das Potenzial, das die Kanarischen Inseln insbesondere bei der Speicherung regenerativer Energie noch haben.
Damit drehte sich eine Entwicklung, die zuletzt in die andere Richtung zu laufen schien. Erst kürzlich war der Ökostrom-Anteil der Kanaren auf gut ein Fünftel gefallen, nachdem die Inseln schon zuvor weniger erneuerbare Energie erzeugt hatten. Ein einzelner starker Windtag hob die Wochenbilanz auf den Inseln direkt spürbar an.
Stromverbrauch auf Teneriffa steigt leicht
Parallel wuchs die Menge Strom, die auf der größten Insel verbraucht wurde: Laut dem Statistikamt ISTAC standen auf Teneriffa im Juni 290.637 Megawattstunden zur Verfügung. Das waren 1,7 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Erst kürzlich wurde das gemeinsame Stromnetz von Teneriffa und La Gomera eingeschaltet. Ein neues Unterseekabel ermöglicht es beiden Inseln, Energie auszutauschen.
Auch die Vorhaltung wird derweil optimiert: In Adeje entsteht eine Hybrid-Solaranlage mit Batteriespeicher, die Sonnenstrom auch außerhalb der Mittagsstunden verfügbar machen soll. Speicher gelten als Hebel gegen Ausschläge, die die Wochenwerte des Netzbetreibers zeigten. Durch große Speicherkapazitäten kann die Energie auch dann abgerufen werden, wenn gerade wenig Wind die Windräder antreibt oder nicht ausreichend Licht für Photovoltaik zur Verfügung steht.
















«Ein Viertel erneuerbar: Kanaren produzieren wieder mehr Ökostrom»
Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.