Der Anteil erneuerbarer Energiequellen auf den Kanaren ist deutlich gesunken. Im Wochenschnitt erreichte der Archipel gerade einmal 25,2 Prozent. Eine Woche zuvor hatte dieser noch bei 31,5 Prozent gelegen. Das geht aus den Daten des Netzbetreibers Red Eléctrica hervor.
Im Verlauf dieser sieben Tage lagen die Tageswerte deutlich auseinander. Den höchsten Anteil meldete der Netzbetreiber am 15. August mit 35 Prozent, also fast zehn Prozentpunkte über dem Wochenmittel. Die Energieversorgung war damit äußerst volatil mit teils deutlichen Ausschlägen zwischen den einzelnen Tagen.
Den Grad der Ausschläge zeigt der Blick auf den Sommeranfang: Am 24. Juli lag der Anteil erneuerbarer Energien am kanarischen Stromverbrauch bei 41,8 Prozent, dem höchsten Tageswert der vergangenen Monate. Zwischen diesem Julihoch und dem aktuellen Wochenschnitt liegen mehr als 16 Prozentpunkte. Auf Teneriffa nahm zugleich die Menge des verfügbaren Stroms zu.
Teneriffa: Mehr Strombedarf, Solarspeicher in Adeje im Bau
Nach Angaben des kanarischen Statistikamts ISTAC wurden auf Teneriffa im Juni 290.637 Megawattstunden erzielt. Das waren 1,7 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Den Anteil erhöhen sollen neue Anlagen.
In Adeje entsteht im Süden der Insel eine Solar-Speicheranlage mit 4,8 Megawatt Leistung. Die Verbindung aus Erzeugung und Speicher soll dafür sorgen, dass „Grüner Strom“ auch dann verfügbar ist, wenn die Einspeisung nachlässt.
Verändert hat sich auch das Netz. Seit dem 1. Juli sind die Stromsysteme von Teneriffa und La Gomera über eine neue Verbindung kombiniert. Das soll die Einspeisung zusätzlicher erneuerbarer Energie zwischen beiden Inseln und bei Energie-Engpässen eine Aushilfe der jeweils anderen Insel ermöglichen. La Gomera hatte vor dem gemeinsamen Stromnetz mit Teneriffa wiederholt mit Stromausfällen zu kämpfen, weil das Kraftwerk der Insel deutlich überaltert ist.
















Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.