Auf 0,98 Euro pro Kilogramm ist der Erzeugerpreis für Bananen auf den Kanaren im April gesunken. Verglichen mit demselben Vorjahresmonat bedeutet das ein Minus von 37,6 Prozent. Die Zahlen stammen aus einer regelmäßigen Auswertung der Daten des kanarischen Statistikamts ISTAC durch Teneriffa News.
Am stärksten ist der Preisverfall auf Teneriffa zu spüren. Dort sank der Erzeugerpreis für Bananen um 39,1 Prozent und damit deutlicher als im Durchschnitt des Archipels. Die Banane zählt zu den wichtigsten Agrarprodukten der Inseln und wird überwiegend auf den Festlandmarkt in Spanien geliefert.
Auch Tomaten, das zweite große Exportprodukt der Inseln, verlieren an Wert: Dort betrug der Erzeugerpreis im Mai 2026 0,91 Euro je Kilogramm und lag damit 27,8 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Damit gaben die Preise für die beiden zentralen Ausfuhrkulturen der Inseln zeitgleich nach.
Bananen- und Tomatenpreise auf den Kanaren volatil
Bei den Tomaten weicht die Lage auf Teneriffa allerdings vom übrigen Kanaren-Trend ab. Insgesamt fiel der Preis auf dem Archipel, doch auf der Insel stieg er bei Tomaten gegenüber dem Vorjahresmonat sogar um satte 45,3 Prozent. Damit entwickelten sich Bananen- und Tomatenpreise auf Teneriffa im Frühjahr 2026 deutlich gegenläufig.
Für die Erzeuger bedeutet der Preisrückgang bei Bananen geringere Einnahmen je verkaufter Menge. Bei einem Kilopreis von 0,98 Euro erhielten die Betriebe im April 2026 rund vier von zehn Cent weniger als ein Jahr zuvor. Die Erzeugerpreise erfassen den Betrag, den die Produzenten beim Verkauf erhalten, nicht den Endpreis im Handel.
Geerntet wird die Banane auf den Kanaren das ganze Jahr über. Was die Bauern dafür erhalten, hängt eng damit zusammen, welche Mengen sich absetzen lassen und welche Bestände gerade auf dem Markt vorhanden sind, beispielsweise auch durch Importe. Spaniens Wirtschaft kauft trotz der großen Mengen kanarischer Bananen auch in Südamerika ein.















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