Zum Inhalt springen
Donnerstag, 20. August 2026
Gran Canaria

West-Nil-Fieber auf den Kanaren nachgewiesen – das ist der Stand

Drei Fälle des West-Nil-Fiebers sind auf Gran Canaria bestätigt worden. Die Kanaren aktivierten ein Protokoll und suchen nach Infizierten.
Das Wichtigste in Kürze:
Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung ausblenden
  • Auf einem Reiterhof in San Bartolomé de Tirajana auf Gran Canaria haben sich drei Pferde mit dem West-Nil-Fieber infiziert.
  • Die Regierung der Kanaren aktivierte ein Protokoll zur Überwachung und prüft nun weitere Verdachtsfälle.
  • Eine direkte Ansteckung von Pferd zu Mensch gilt als nahezu unmöglich. Beide gelten als Sackgassenwirte.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Auf einem Reiterhof in San Bartolomé de Tirajana auf Gran Canaria sind drei Fälle des West-Nil-Fiebers nachgewiesen worden. Betroffen sind drei Pferde. Die Regierung der Kanarischen Inseln aktivierte ein Sicherheitsprotokoll.

Konkret hat das Gesundheitsamt der Kanaren gemeinsam mit der Generaldirektion für Viehzucht und dem Institut für Tropenkrankheiten an der Universität La Laguna (ULL) das Protokoll zur epidemiologischen und entomologischen Überwachung rund um Maspalomas aktiviert.

Ausgebrochen war das West-Nil-Fieber bei einem Pferd, das aus Frankreich über Sevilla auf die Kanaren gebracht worden war. Inzwischen sind auch zwei weitere Pferde erkrankt. Die Gesundheitsbehörden durchsuchen nun Meldungen von Symptomen, die zu der Krankheit passen. Diese äußert sich wie folgt:

Gran Canaria: West-Nil-Fieber auf Reiterhof ausgebrochen

Die Krankheit kann durch gemeine Hausmücken übertragen werden. Eine Ansteckung von Pferd zu Mensch ist nahezu unmöglich. Im Vergleich zu Viruserkrankungen wie dem Denguefieber reichen beim West-Nil-Fieber normale Mücken zur Weitergabe eines Wirts, wie sie auf den Kanaren und in ganz Europa vorkommen.



Pferd und Mensch gelten als „Sackgassenwirte“. Sie erkranken zwar, die Viruskonzentration ist jedoch zu gering, als dass sie selbst das Virus weitergeben könnten. Eine Stechmücke kann es hingegen beispielsweise von einem Wildvogel an verschiedene andere Tiere weitergeben.

Aufgefallen war der Ausbruch, nachdem ein Tierarzt auf Gran Canaria die Symptome bei einem der Pferde als typisch diagnostizierte. Daraufhin wurden weitere Tiere untersucht und inzwischen drei Fälle bestätigt.

Für viele Vogelarten kann die Krankheit tödlich enden. Spatzen oder Tauben haben meist einen asymptomatischen Verlauf, während Raben oder Greifvögel beispielsweise Hirnhautentzündungen und neurologische Ausfälle erleiden können. Sie sterben oft binnen weniger Tage.

Bei Pferden gibt es nur selten messbare Symptome. Wenn, dann gehören Stolpern, Schwanken und Orientierungslosigkeit zu den auffälligsten Krankheitsanzeichen. Beim Menschen gibt es ebenfalls wenige symptomatische Erkrankungen. Schwere Verläufe gibt es extrem selten und dann eher bei kranken oder schwachen Personen. Die Symptome sind meist grippeähnlich.

Kommentare

Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Kommentieren ist Teneriffa-News-Mitgliedern vorbehalten. Jetzt anmelden oder Mitglied werden.