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Dienstag, 1. September 2026
Kanaren

Weniger Urlauber bleiben kürzer: So verändert sich der Kanaren-Tourismus

Der Urlaub auf den Kanarischen Inseln verändert sich. Der Blick auf die Daten zeigt einen klaren Trend. Eine andere Art des Urlaubs läuft an.
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  • Die Zahl der Übernachtungen in kanarischen Ferienwohnungen sank binnen eines Jahres um 5,6 Prozent auf 2,5 Millionen.
  • Die ausländischen Urlauber blieben mit durchschnittlich 6,9 Tagen kürzer, während die Zahl der spanischen Gäste auf mehr als 572.000 stieg.
  • Steigende Preise für Ferienwohnungen um 6,2 Prozent treiben laut Experten viele Urlauber zu kürzeren Aufenthalten und auf Campingplätze.
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Weniger Kanaren-Urlauber bleiben kürzer auf dem Archipel. Das ist das Ergebnis der aktuellen Touristenzahlen-Auswertung für Ferienwohnungen und Apartments durch das Nationale Statistik-Institut INE. Demnach wurden 2,5 Millionen Übernachtungen gezählt. Das waren 5,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Laut den INE-Daten blieben die Urlauber zudem durchschnittlich weniger als eine Woche. Waren es im vergangenen Jahr noch 7,03 Tage Durchschnittsaufenthalt, sank der Wert auf jetzt 6,9 Tage. Tourismusexperten erklären das mit gestiegenen Preisen. Um weiterhin attraktive Angebote unterbreiten zu können, schrauben zahlreiche Reiseveranstalter an der Reisedauer.

Auch bei der absoluten Zahl der Touristen fiel der Archipel zuletzt unter eine zuvor klar übertroffene Marke: Kamen im Juli 2025 noch 2,16 Millionen ausländische Urlauber auf die Inseln, waren es zuletzt nur noch 1,96 Millionen. Das entspricht einem Rückgang um rund 200.000 Kanaren-Touristen aus dem Ausland.

Weniger Kanaren-Urlauber aus dem Ausland

Dass beide Zahlen nah beieinander liegen, hat einen simplen Grund: Die Übernachtungen beziehen sich auf Ferienwohnungen und Apartments, die Zahl der ausländischen Kanaren-Urlauber beinhaltet auch jene, die in Hotels abgestiegen sind. Der Blick auf die Landsleute zeigt einen gegenläufigen Trend. Waren im Vorjahr noch knapp 442.000 Spanier auf die Kanaren gereist, kletterte der Wert auf jetzt mehr als 572.000.



Diese Zahl konnte den Gesamtverlust nicht ausgleichen und so sank auch ein weiterer Wert unter eine zuvor kaum denkbare Grenze: Die Auslastung der registrierten Nicht-Hotelbetriebe auf den Kanaren fiel von 61,6 auf jetzt 58,7 Prozent.

Das kann auch an der Preisentwicklung liegen: Ferienwohnungen und vergleichbare Unterkünfte wurden binnen eines Jahres um 6,2 Prozent teurer. Dies ist auch im kürzeren Durchschnittsaufenthalt begründet: Die Zahl der Beschäftigten im Sektor stieg um 2,76 Prozent, beispielsweise durch mehr benötigte Reinigungen bei schnelleren Bettenwechseln. Zusammen mit gestiegenen Preisen von der Energie bis zur Einrichtung lag die Preisentwicklung in einem erwartungsgemäßen Rahmen.

Das wiederum hat eine für die Kanaren vergleichsweise neue Art des Urlaubes auf den Plan gerufen: Die Campingplätze der Inseln verzeichneten zuletzt eine deutlich stärkere Nachfrage.

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