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Samstag, 29. August 2026
Kanaren

Kanaren-Fluglotsen schlagen Alarm: «Sie sparen an der Sicherheit!»

Verspätungen und Sicherheits-Probleme im Flugbetrieb sind vor der Hochsaison auf den Kanaren denkbar. Der Grund: Fluglotsen-Mangel. Die schlagen nun Alarm.
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  • Vier kanarische Flughäfen warnen vor der Hochsaison vor Personal-Engpässen in den Kontrolltürmen.
  • Die Gewerkschaft USCA wirft den privaten Betreibern vor, an der Sicherheit zu sparen und zu wenig Fluglotsen zu beschäftigen.
  • Teneriffa und Gran Canaria sind nicht betroffen, da ihre Kontrolltürme noch in öffentlicher Hand liegen.
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Vier Kanaren-Airports stehen vor der Hochsaison mit Problemen da. Der Grund: Fluglotsen-Mangel. Die privatisierten Tower finden nicht genug Personal. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Streiks gegeben.

Im vergangenen Jahr musste der Flugbetrieb auf El Hierro mitten in der Hochsaison reduziert werden, nachdem nicht ausreichend Mitarbeiter in der Rollfeld- und Luftraum-Kontrolle arbeiteten. Aena, der spanische Flughafenbetreiber, sanktionierte das private Unternehmen Saerco. Geändert hat sich offenbar wenig.

Neben El Hierro sind auch die Flughäfen von La Palma, Lanzarote und Fuerteventura betroffen. Sie alle wurden vor Jahren privatisiert. Seither gibt es regelmäßig Streik-Androhungen. Die Mitarbeitenden berichten von zu langen Schichten und Übermüdung, was in diesem Job als potenziell lebensgefährlich für die Reisenden gilt.

Flughafen-Towern der Kanaren fehlt Personal

Die Unión Sindical de Controladores Aéreos vertritt große Teile der Fluglotsen in Spanien. Gewerkschaftsvertreterin Susana Romero sagt, dass der Flugverkehr deutlich höher als die Prognosen liege, die einen Rückgang der Kanaren-Flüge erwarteten. Und tatsächlich verzeichneten die Kanarischen Inseln zuletzt gut drei Prozent mehr Verbindungen schon vor der touristischen Hauptsaison im Winter. Grund dafür sind unter anderem kürzere Kanaren-Urlaube, die also mehr Flüge benötigen (mehr dazu unten).



Laut USCA gab es vor der Privatisierung in den Kontrollständen der Kanaren deutlich mehr Mitarbeitende. Romero berichtet von 17 Fluglotsen auf Lanzarote, die auf zwölf gekürzt wurden. Auf Fuerteventura seien zehn von 15 Fluglotsen übrig geblieben und auf La Palma acht von zuvor zehn. Für die Gewerkschaftsvertreterin bedeutet das einen Sparkurs «an der Sicherheit».

Für die Hochsaison sei es nahezu unmöglich, kurzfristig Personal aufzustocken. Dieser Prozess benötige Zeit und so malt die Gewerkschaft schon jetzt ein Bild von zu wenig Mitarbeitenden in den Kontrollständen, wenn im Winter das Gros der Kanaren-Urlauber ankomme.

Fluglotsen auf den Kanaren streiken ohne Streiks

Die Gewerkschaft hatte zuletzt zu Streiks aufgerufen. Der spanische Staat ordnete daraufhin eine Mindestbelegung von 100 Prozent während der Streiks an. Mit anderen Worten: Kein Stuhl blieb auch nur eine Minute leer. Offiziell befanden sich die Fluglotsen der Kanaren also im Streik, während sie an ihren Schreibtischen vor ihren Monitoren saßen und arbeiteten wie immer.

Für die Gewerkschaft ist das der Grund, warum sich bei den beiden privaten Unternehmen auf dem Archipel nichts zugunsten der Arbeitnehmer und damit auch der Sicherheit ändere. Lediglich Teneriffa und Gran Canaria sind davon aktuell nicht betroffen: Die beiden wichtigsten Kontrolltürme in der Kanaren-Luftfahrt sind zumindest aktuell noch in öffentlicher Hand.

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