Zum Inhalt springen
Sonntag, 12. Juli 2026
El Hierro

Erdbeben der Stärke 2,1 vor El Hierro

Ein Erdstoß der Stärke 2,1 hat sich am Sonntag nahe El Hierro ereignet. Es war die 95. Erschütterung der vergangenen 30 Tage auf und vor den Kanaren.
Das Wichtigste in Kürze:
Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung ausblenden
  • Das spanische Institut IGN registrierte am Sonntag um 14.28 Uhr vor El Hierro ein Erdbeben der Stärke 2,1.
  • Das Epizentrum lag etwa acht Kilometer tief, Menschen an der Oberfläche spürten den Erdstoß nicht.
  • In den vergangenen 30 Tagen zählte das IGN rund um die Kanaren 95 Beben mit einer Durchschnittsstärke von 1,9.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Das spanische Geographische Institut IGN hat am Sonntagnachmittag ein Erdbeben vor El Hierro registriert. Der Erdstoß erreichte die Stärke 2,1 und ereignete sich um 14.28 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag etwa acht Kilometer tief. Die Daten wertete anschließend das Euro-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) aus.

Ein Beben dieser Größe bleibt für Menschen an der Oberfläche meist unbemerkt. Die Kanaren sind vulkanischen Ursprungs. Viele Vulkane sind weiterhin aktiv. Leichte Erdbeben gehören dort entsprechend zum Alltag.

Das IGN und das Vulkanologische Institut der Kanaren, Involcan, überwachen den Untergrund der Kanarischen Inseln und des Umlandes fortlaufend mit einem engmaschigen Netz aus Messstationen.

Erdbeben-Aktivität auf den Kanaren im Normalbereich

Der jüngste Erdstoß vor El Hierro fügt sich damit in eine normale vulkanische und tektonische Aktivität ein. Innerhalb der vergangenen 30 Tage erfasste das IGN rund um die Kanarischen Inseln 95 Erdbeben. Das bedeutet durchschnittlich 3,2 Erdstöße pro Tag. Auf die vergangene Woche entfielen 18 dieser Erdbeben. Die Kanaren bewegen sich damit im normalen Bereich. Die durchschnittliche Stärke aller Beben lag in diesem Zeitraum bei 1,9.



Ein Erdbeben oder eine Häufung vieler kleiner Erdbewegungen bedeutet nach Einschätzung der Seismologen und Geologen vor Ort nicht automatisch Gefahr. Entscheidend seien Verlauf, Tiefe und Häufigkeit über längere Zeit, heißt es. Vor dem großen Vulkanausbruch auf La Palma 2021 hatte die Aktivität nach und nach zugenommen. Die Fachleute beobachten die Werte daher genau, um Veränderungen früh zu erkennen.

Erst kürzlich registrierte das IGN unter dem Teide binnen 48 Stunden eine Serie von Erschütterungen und informierte daraufhin den Zivilschutz auf Teneriffa. Auch auf anderen Kanaren-Inseln meldeten die Institute Erdbeben, darunter eines vor Lanzarote sowie einen Erdstoß vor Gran Canaria in 16 Kilometern Tiefe.

Kommentare

Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Kommentieren ist Teneriffa-News-Mitgliedern vorbehalten. Jetzt anmelden oder Mitglied werden.