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Samstag, 11. Juli 2026
Kanaren

Kanaren verzeichnen weniger Verkehrstote: eine Provinz sticht heraus

Auf den Landstraßen der Kanaren sind im laufenden Jahr weniger Menschen gestorben als zuvor. Der Rückgang verteilt sich jedoch unterschiedlich.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Auf den Landstraßen der Kanaren starben im ersten Halbjahr 2026 mit 24 Menschen fünf weniger als im Vorjahreszeitraum.
  • Die östliche Provinz Las Palmas verzeichnete mit 30,8 Prozent den stärksten Rückgang, während die Westinseln nur 6,2 Prozent weniger Tote zählten.
  • Auf die westliche Inselgruppe entfielen fast zwei Drittel aller Verkehrstoten des Archipels.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Deutlich zurückgegangen sind im ersten Halbjahr 2026 die Verkehrstoten auf den Landstraßen der Kanaren. Zwischen dem 1. Januar und Anfang Juli starben 24 Menschen bei Unfällen auf Überlandstraßen des Archipels. Im Vorjahreszeitraum waren es 29, ein Minus von 17,2 Prozent. Die Zahl der tödlichen Unfälle sank von 28 auf 23.

Hinter dem Gesamtwert verbirgt sich ein deutliches Ost-West-Gefälle. Auf den östlichen Inseln Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura, die zur Provinz Las Palmas gehören, kamen seit Jahresbeginn neun Menschen ums Leben, nach 13 im Vorjahreszeitraum. Mit 30,8 Prozent fiel der Rückgang dort am kräftigsten auf dem gesamten Archipel aus.

Kaum besser als im Vorjahr zeigte sich die Bilanz hingegen auf den zur Provinz Santa Cruz gehörenden Westinseln Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro. Dort starben 15 Menschen, einer weniger als bei den 16 des Vorjahreszeitraums. Das entspricht einem Minus von 6,2 Prozent. Damit entfallen fast zwei Drittel aller Verkehrstoten auf die westliche Inselgruppe.

Weniger Verkehrstote auf den Landstraßen der Kanaren

Die Werte stammen von der spanischen Verkehrsbehörde DGT. Sie erfassen ausschließlich Landstraßen. Unfälle im Stadtverkehr fließen nicht ein. Als Verkehrstote gelten in Spanien Menschen, die binnen 24 Stunden nach einem Unfall ihr Leben verlieren. Auf spanischen Überlandstraßen starben im selben Zeitraum landesweit 529 Menschen, nach zuvor 562.



Wie groß der innerörtliche Anteil am Unfallgeschehen ausfällt, zeigt die letzte vollständige Jahresstatistik des kanarischen Statistikamts ISTAC. 3857 Unfälle mit Personenschaden zählte die Behörde 2024 auf den kanarischen Straßen. 69 Todesopfer waren zu beklagen, 46 auf Landstraßen und 23 innerorts. Verletzt wurden 5401 Menschen, 443 kamen ins Krankenhaus. Innerorts passierten mit 1963 von 3857 etwa die Hälfte sämtlicher Unfälle.

Die aktuellen Halbjahreszahlen setzen einen anderen Akzent als zuletzt. Noch vor Kurzem hatten die Straßen der Kanaren für Schlagzeilen gesorgt, als die Zahl der Verkehrstoten die der Ertrunkenen übertraf. Der jetzt gemeldete Rückgang fällt kanarenweit stärker aus als im spanischen Landesdurchschnitt.

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