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Montag, 22. Juni 2026
Teneriffa

221 Erdbeben am Teide: IGN alarmiert Zivilschutz auf Teneriffa

Unter dem Teide hat das Nationale Geographische Institut binnen 48 Stunden 221 Erdbeben registriert. Das IGN alarmierte daraufhin den Zivilschutz.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Das Nationale Geographische Institut registrierte unter dem Teide binnen 48 Stunden 221 niederfrequente Beben.
  • Das IGN alarmierte in der Nacht zu Montag um 2.07 Uhr den kanarischen Zivilschutz.
  • Die Fachleute sehen keine kurz- oder mittelfristig erhöhte Gefahr eines Vulkanausbruchs, da die Magnituden unter zwei blieben.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Das Nationale Geographische Institut (IGN) auf Teneriffa hat den kanarischen Zivilschutz aufgrund einer auffällig gestiegenen Erdbebenaktivität unter dem Teide alarmiert. Die Warnung erreichte den Servicio de Protección Civil des kanarischen Regierungspräsidiums in der Nacht zu Montag um 2.07 Uhr.

Zuvor zeichneten die Messnetze innerhalb von 48 Stunden 221 niederfrequente Beben auf. Trotz der ungewöhnlichen Häufung stellen die Fachleute ausdrücklich klar, dass die Gefahr eines Vulkanausbruchs kurz- oder mittelfristig nicht steigt.

Der Erdbeben-Schwarm konzentrierte sich im Untergrund westlich und südwestlich der Cañadas, an der West- bis Südwestflanke des Vulkankomplexes Teide-Pico Viejo. Die Herde sitzen einheitlich in einer Tiefe von rund zehn Kilometern unter dem Meeresspiegel. Die Wissenschaftler kündigten genauere Überwachungen an.

Neue Erdbeben-Serie unter dem Teide auf Teneriffa

Überwacht wird die Insel rund um die Uhr durch ein staatliches Netz mit mehr als 100 Messstationen, deren Daten die Seismologen fortlaufend auswerten. Schon in der Vorwoche hatte das Institut in derselben Zone zahlreiche Beben registriert, so dass sich die jüngste Episode nahtlos in ein seit Monaten beobachtetes Muster einfügt.

Seit der Nacht zu Sonntag und besonders in den frühen Morgenstunden des Montags erfassten die Geräte mehrere Pulse niederfrequenter Aktivität. Das IGN ordnet die Signale als gewöhnliche vulkanotektonische Ereignisse, hybride Ereignisse und langperiodische Ereignisse ein, die seit Samstagnachmittag eine starke Korrelation untereinander aufweisen.

Spürbar waren die Beben laut den Forschenden nicht, da die Magnituden deutlich unter dem Wert von zwei blieben. Die stärkste Erschütterung erreichte auf der Richterskala einen Wert von 1,1. Das Vulkanologische Institut der Kanarischen Inseln, INVOLCAN, bestätigte die Summe von mehr als 200 vulkanotektonischen Mikrobeben sehr geringer Stärke.

Teneriffa: Teide rumort seit 2017 häufiger

Die Serie reiht sich damit in eine wiederkehrende Aktivität ein, die Teneriffa seit Juni 2017 immer wieder erlebt. Klare Anzeichen für eine aufsteigende Magmaintrusion erkennen die Geowissenschaftler dennoch nicht. Das aktuelle Geschehen gleicht jenem aus dem vergangenen Februar und März.

Da die Amplituden gering ausfallen, gelten die Angaben zu Zahl, Stärke und Tiefe vorerst als vorläufig. Sie könnten nach einer genaueren Auswertung noch steigen, hieß es seitens des IGN und INVOLCAN.

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