Ein Erdbeben der Stärke 2,2 hat sich am Montag nahe Fuerteventura ereignet. Messgeräte registrierten die Erschütterung um 6 Uhr. Nach Angaben des spanischen Nationalen Geographischen Instituts (IGN) lag das Epizentrum in acht Kilometern Tiefe. Die Auswertung stützt sich zudem auf Daten des Euro-Mediterranean Seismological Centre.
Das Einzelbeben fiel in eine Woche mit leicht erhöhter seismischer Aktivität auf den Kanaren. Auf Grundlage der EMSC-Daten zählte das IGN in der Region 37 Erschütterungen innerhalb der vergangenen sieben Tage. Dieser Wert lag etwas oberhalb des Durchschnitts der zurückliegenden 30 Tage. Das jüngste Rumoren unter dem Teide fließt in diese Zählung nicht ein.
Für den aktuellen Zeitraum summierten sich die registrierten Beben auf 94, rechnerisch 3,1 pro Tag. Im Schnitt erreichten sie eine Stärke von 1,8. Damit lag der Erdstoß nahe Fuerteventura über diesem Durchschnitt. Die genauere Einordnung der jüngsten Entwicklung in die Langzeitdaten steht noch aus.
30-Tage-Schnitt: Kanaren mit leicht erhöhter Erdbeben-Aktivität
Leichte seismische Aktivität gehört auf dem Archipel zum geologischen Alltag. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Fachleute beobachten die Messreihen deshalb fortlaufend und ordnen auch einzelne Ausschläge wie das Beben vom Montag in ein breiteres Muster ein.
Aus dem bisherigen Nachrichtenverlauf ergibt sich dabei kein auf Fuerteventura begrenztes Bild. In den vergangenen Wochen erfassten die Messnetze bereits ein Erdbeben der Stärke 2,0 vor Teneriffa sowie weitere Mini-Erdbeben vor El Hierro.
Besondere Aufmerksamkeit gilt daneben weiterhin Teneriffa. Die Messnetze registrierten dort zuletzt einen größeren Bebenschwarm mit Hunderten Mini-Erdbeben am Teide. Ein solcher Schwarm gilt nach Einschätzung von Seismologen und Geologen nicht automatisch als Hinweis auf eine erhöhte Gefahr. Die Fachleute verfolgen ihn ebenso genau wie Einzelbeben in der Region.















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