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Spanien: Kerosin-Reserven für Kanaren-Flüge gesichert – doch hohe Preise drohen

Madrid hat trotz Engpässen im internationalen Ölhandel eine gesicherte Kerosinversorgung für den Sommer zugesichert. Die Kanarischen Inseln profitieren von hohen nationalen Reserven und weitgehend autarker Produktion.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Die spanische Regierung hat eine lückenlose Kerosinversorgung für den Sommer zugesichert. Trotz der Engpässe im internationalen Ölhandel, die der Konflikt im Nahen Osten verursacht hat, erklärte das Energieministerium, dass der Bedarf der Luftfahrt während der Hochsaison gedeckt sei.

Der für Energie zuständige Staatssekretär Joan Groizard sagte, die Vorräte reichten auch dann, wenn kurzfristig Lieferwege unterbrochen würden. Hintergrund ist die angespannte Lage im Nahen Osten, die den Ölimport auf dem Seeweg behindert. Die Sperrung der Straße von Hormus sorgt für einen Engpass in Europas Energieversorgung.

Spanien sieht sich dank eigener Produktionskapazitäten im Vorteil: Acht Raffinerien decken rund 80 Prozent des nationalen Kerosinb-Bedarfs. Die strategischen Reserven wurden auf 90 Tage des regulären Verbrauchs aufgestockt, die Raffinerien laufen auf Hochtouren. Das verringert die Abhängigkeit von Importen aus Krisenregionen spürbar. Doch es gibt eine Einschränkung.

Kerosin für Kanaren-Flüge: Spanien setzt auf eigene Raffinerien

Das Ministerium verweist auf nationale Konzerne wie Repsol, Moeve und BP: Investitionen in modernere Raffinerietechnik sollen für Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen europäischen Ländern sorgen. Groizard sagte einschränkend, Spanien sei im europäischen Vergleich gut aufgestellt, vollständige Immunität gegenüber Marktturbulenzen gebe es jedoch nicht.

Angesichts der zentralen Rolle des Tourismus auf den Kanarischen Inseln gilt die Kerosinversorgung in den Sommermonaten als besonders wichtig. Die EU-Kommission drängt die Mitgliedstaaten bei anhaltender Knappheit auf einen gemeinsamen Verteilmechanismus für Flugbenzin.

Spanien habe laut Groizard auch daher grundlegende Bereitschaft signalisiert, andere Länder zu unterstützen. Jedoch gelte die Voraussetzung, dass der eigene Bedarf vorrangig gesichert bleibe.

Das Ministerium für den ökologischen Wandel beobachtet die Entwicklung bei Öl- und Gasimporten laufend. Seit der Zuspitzung der Lage rund um den Iran werden Rohöl-Zufluss und Raffinerie-Produktion kontinuierlich ausgewertet, um Engpässe frühzeitig abzuwenden.

Kanaren-Flüge könnten teurer werden

Trotz ausreichender Produktions- und Lagerreserven ist ein Anstieg der Energiepreise infolge des Angriffs auf den Iran wahrscheinlich. Groizard sagt, dass Preissteigerungen den Energiesektor auch in Spanien treffen und die wirtschaftlichen Folgen über das Konfliktende hinaus andauern könnten.

„Was wir mit Sicherheit wissen: Selbst wenn der Konflikt morgen enden würde, brauchen beschädigte Infrastrukturen und die Erholung der Handelsflüsse noch einige Zeit“, sagte Groizard über zu erwartende Preissteigerungen.


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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News, Ihrem Kanaren-Experten seit 2011. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

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