Ein Erdrutsch hat am Dienstag auf Lanzarote für einen Großeinsatz gesorgt. Am Risco de Famara gingen große Mengen Geröll ab. Der Hangrutsch wurde gegen 13 Uhr an der Montaña de Gayo im Gemeindegebiet Haría gemeldet und erstreckt sich über rund 25 Meter Breite.
Das abgegangene Erdreich löste eine erhebliche Staubwolke aus und transportierte zahlreiche Gesteinsbrocken talwärts. Die betroffene Stelle liegt etwa 40 Meter unterhalb des Gipfels.
Der Risco de Famara zählt zu den steilsten Küstenabschnitten auf Lanzarote und wird abseits touristischer Routen kaum begangen. Dennoch ist der Wanderweg Camino de Los Caleteros von dem Ereignis betroffen. Zwischenzeitlich gab es Sorge, dass Wanderer betroffen sein könnten. Ein Video zeigt den Moment:
Erdrutsch auf Lanzarote im Video festgehalten
Desprendimiento en el Risco de Famara, en Lanzarote, en una zona de difícil acceso pic.twitter.com/bWVseEyzi6
— RTVC (@RTVCes) May 12, 2026
Das betroffene Areal gilt als schwer zugänglich, weshalb dort glücklicherweise nur selten Wanderer unterwegs sind. Als mögliche Auslöser nennen Einsatzkräfte die Folgen mehrerer starker Regenfälle im Winter. Wiederholte Niederschläge haben nach Einschätzung von Fachleuten die Erosion am Nordrand der Insel begünstigt und könnten für den Hangrutsch ursächlich sein.
Das Konsortium für Sicherheit und Notfälle der Insel entsandte umgehend Feuerwehrkräfte sowie Mitarbeiter der Umweltbehörde des Cabildo de Lanzarote in das betroffene Gebiet. Auch die Lokalpolizei von Haría war schnell vor Ort, um die Lage zu bewerten, Zufahrtswege zu prüfen und weitere Gefahren abzuschätzen.
Laut Inselkonsortium seien weitere Erdrutsche möglich. Die Geländeüberprüfung läuft, weitere Maßnahmen hängen vom Ergebnis der Risikoanalyse ab. Verletzte wurden bisher nicht gemeldet, auch Schäden an Gebäuden oder Infrastruktur sind bislang nicht bekannt.
Der Wanderweg Camino de Los Caleteros ist mit Gesteinsresten übersät und vorerst gesperrt. Einsatzkräfte raten zur Vorsicht im Umfeld der Montaña de Gayo, bis die Risikobeurteilung abgeschlossen ist. Da der Bereich weit abseits größerer Ortschaften liegt, sind für Anwohner keine unmittelbaren Einschränkungen zu erwarten.














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Großer Erdrutsch am Risco de Famara auf Lanzarote
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