Auf Teneriffa hat die Polizei eine Sekte aufgelöst, deren Führer strenge Regeln erließ. Ein Mitglied musste seinen Job als Rettungsschwimmer aufgeben, nachdem der Guru rote Badebekleidung verboten hatte. Diese Vorschrift war Teil eines umfassenden Kontrollsystems.
Mitte Dezember nahm die Polizei vier Personen fest, darunter den mutmaßlichen Anführer. Ein weiterer Verdächtiger wurde nach Angaben der Polizei in Las Palmas de Gran Canaria festgenommen. Den Beschuldigten werden die Gründung einer illegalen Vereinigung, Tiermisshandlung und Betrug vorgeworfen.
Laut dem Kriminologen Félix Ríos, der die Anklage unterstützt, wurden den Mitgliedern restriktive Lebensweisen auferlegt. Diese umfassten nicht nur Kleidungsvorschriften, sondern auch Eingriffe in das Privatleben wie die Verweigerung ärztlicher Behandlung für Kinder.
Illegale Sekte auf Teneriffa finanzierte sich über Mitglieder-Spenden
Die Ermittler untersuchen auch die finanziellen Transaktionen der Gruppe. Digitale Geräte wurden beschlagnahmt, um Geldflüsse und Spenden nachzuvollziehen. Die Sekte nahm Spenden von Anhängern entgegen, angeblich für rituelle Zwecke.
Regelmäßig erfolgten Überweisungen über die App „Bizum“. Diese versucht, Geldflüsse zu vereinfachen. Dies nutzten die Hinterleute der Sekte offenbar aus, da das Geld der Mitglieder auf diesem Weg schnell transferiert werden konnte.
Laut nun teilveröffentlichtem Ermittlungsbericht habe die Sekte unter dem Deckmantel der Santería agiert. Dabei handelt es sich um eine synkretistische, afrokubanische Religion, die westafrikanische Yoruba-Traditionen mit katholischer Heiligenverehrung verbindet.
Die Polizei stellte im Rahmen der Ermittlungen unter anderem fest, dass die Gruppe unrechtmäßig Unesco-Logos für Zertifikate nutzte. Seitens der Organisation der Vereinten Nationen gab es keine Anerkennung der Sekte. Die Organisatoren erwartet nun ein Gerichtsprozess.













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So legte eine Sekte auf Teneriffa ihre Mitglieder rein
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