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Neue Details zum Familiendrama auf Teneriffa: So rettete ein Polizist mehrere Menschen

Ein Beamter der Guardia Civil brachte auf Teneriffa mehrere Menschen aus einer akuten Gefahrenlage in Sicherheit und stoppte den Angreifer trotz eigener Verletzung.

Von Thomas Koch – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Ein Guardia‑Civil‑Beamter stoppte in Cabo Blanco den Angreifer, der zuvor seinen zehnjährigen Sohn mit einer Machete getötet und seine Partnerin mit derselben Waffe schwer verletzt hatte. Die Frau verlor dabei einen Arm und ihre andere Hand.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, befanden sich im Gebäude noch mehrere Personen, darunter Nachbarn und Beamte der lokalen Polizei. Der Guardia‑Civil‑Beamte erkannte die unmittelbare Gefahr und leitete die Evakuierung ein.

Er verließ das Gebäude erst, nachdem alle anderen die Treppe hinuntergelaufen waren. Auf dem Weg nach draußen traf ihn der Täter mit einer Machete am Rand seiner Schutzweste.

Polizist stellt sich Macheten-Angreifer entgegen

Die Verletzung wurde medizinisch behandelt. Am Freitagmorgen unterzog sich der Beamte einem Eingriff und konnte noch am selben Tag nach Hause zurückkehren. Trotz des Angriffs behielt er die Kontrolle über die Situation.

Als der Täter den Fußgängerbereich erreichte, war er weiterhin aggressiv. Der Beamte, bereits verletzt, drehte sich um, zog seine Dienstwaffe und gab drei Schüsse ab, die den Mann tödlich trafen.

Fachleute für polizeiliche Interventionen weisen darauf hin, dass ein Beamter kaum Überlebenschancen hat, wenn ein Angreifer mit einer scharfen Klinge auf weniger als sechs Meter herankommt. In diesem Fall war die Distanz noch geringer.

Im Inneren der Wohnung bot sich den Einsatzkräften ein schockierendes Bild. Die Schwere der Gewalt, die der Täter zuvor entfesselt hatte, überforderte einige der Beamten in den ersten Momenten. Gleichzeitig befanden sich im engen Fußgängerbereich zahlreiche Schaulustige, die sich unbewusst in unmittelbare Gefahr begaben. Dennoch wurde niemand außer dem Täter durch die Schüsse verletzt.

Nach Einschätzung der Ermittler rettete der Beamte mehrere Leben, sowohl durch die Evakuierung als auch durch sein entschlossenes Handeln im entscheidenden Moment.
Auch wenn der Beamte nach Einschätzung der Ermittler richtig handelte und in einer klaren Notwehrsituation schoss, bleibt für ihn eine erhebliche psychische Belastung zurück.

Einsatzkräfte, die in Extremlagen entsprechend handeln müssen, tragen die Folgen oft lange Zeit mit sich, selbst wenn ihr Handeln rechtlich und fachlich korrekt war. Für den Beamten von Cabo Blanco kommt hinzu, dass er zuvor Menschen aus einer unmittelbaren Gefahrenlage geführt und damit Leben gerettet hatte und dennoch mit dem Wissen weiterleben muss, einen Menschen erschossen zu haben.

Wie in solchen Fällen üblich, hat das zuständige Gericht Ermittlungen eingeleitet, um die Umstände des Schusswaffeneinsatzes vollständig aufzuklären. Am Befund ändert das nichts: Ohne das besonnene und professionelle Eingreifen des Polizisten hätte die Tragödie von Cabo Blanco mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Opfer gefordert.


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Über den Autor

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Thomas Koch

Thomas Koch ist seit mehr als 50 Jahren Fotograf. Für Teneriffa News ist er mit der Kamera, aber auch mit Block und Stift unterwegs. Zum Autorenprofil von Thomas Koch.

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