In der sonst ruhigen Siedlung von Cabo Blanco im Süden Teneriffas herrscht seit dem frühen Freitagmorgen Fassungslosigkeit. Kurz nach ein Uhr nachts meldeten Anwohner verzweifelte Schreie einer Frau, die um Hilfe rief. Die Mutter eines zehnjährigen Jungen war blutüberströmt aus ihrer Wohnung geflüchtet, nachdem ihr Partner und Vater des Kindes sie mit einem langen Messer attackiert hatte.
Der Junge lag zu diesem Zeitpunkt bereits tot im Inneren ihres Hauses. Die Nachbarschaft berichtet, nie zuvor Auseinandersetzungen zwischen den beiden Eltern bemerkt zu haben. Die gesamte Gemeinde Arona steht unter Schock.
Als Streifen der Guardia Civil und der Policía Local eintrafen, stürmte der bewaffnete Mann auf die Einsatzkräfte zu. In der Hand hielt er nach ersten Ermittlungen eine etwa sechzig Zentimeter langes Machete. Ein Beamter wurde schwer verletzt. Die Polizisten versuchten, den Angreifer zu stoppen. Doch der Mann reagierte gewalttätig. Schließlich fielen Schüsse aus der Dienstwaffe eines Polizisten, die den Mann tödlich verletzten.
Familiendrama auf Teneriffa
Ermittler fanden im Anschluss den Leichnam des Kindes in der Wohnung. Die 26 Jahre alte Mutter überlebte trotz massiver Schnittverletzungen an den Armen. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht und befindet sich weiterhin in kritischem Zustand.
Nach Angaben der Justiz auf Teneriffa gab es zuvor keine Anzeigen oder strafrechtlichen Vorfälle, die auf familiäre Probleme oder Gewalt hingedeutet hätten. Es habe einige Delikte gegeben, jedoch stets ohne Bezug zu häuslicher Gewalt.
Justiz von Arona ermittelt nach Familiendrama auf Teneriffa
Die Ermittlungen führt vorerst das zuständige Gericht in Arona. Voraussichtlich wird der Teil des Verfahrens, der die Tötung des Kindes und die schwere Verletzung der Mutter betrifft, an das Gericht für Gewalt gegen Frauen übertragen.
Die strafrechtliche Verantwortung des Täters ist durch seinen Tod erloschen, doch die Behörden wollen lückenlos rekonstruieren, wie es zu der Tat kommen konnte. Nach Angaben der Polizei deutet alles darauf hin, dass es sich um einen schweren Fall geschlechtsspezifischer Gewalt handelt. Der Verdacht wird durch die Schwere der Attacke untermauert, die Ermittler bisher rekonstruieren konnten.
Der Vorfall rief umgehend Reaktionen der Politik hervor. Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, kündigte einen öffentlichen Akt der Anteilnahme an. Seitens der Inselverwaltung von Teneriffa wurde eine Schweigeminute angeordnet.
Die zuständige Sozial- und Familienministerin des Regierungspräsidiums, Candelaria Delgado, zeigte sich ebenfalls tief betroffen. Die Bürgermeisterin von Arona, Fátima Lemes, zeigte sich ebenso erschüttert.
In der Nachbarschaft berichten Anwohnende von einem Paar, das unauffällig wirkte und nie laut stritt. Die Ermittlungen dauern an.
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Tragödie auf Teneriffa: Mann tötet eigenes Kind, Mutter schwer verletzt
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