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Rennstrecke auf Teneriffa könnte über Abwasser stolpern

Der Wasserrat auf Teneriffa will seine Genehmigung für den Bau der Rennstrecke nicht erneuern. Es ist bereits der zweite Rückschlag binnen weniger Wochen.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 1 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Der Wasserrat auf Teneriffa will die 2014 erteilte Genehmigung für Wasserbauarbeiten am geplanten Rennstrecken-Standort nicht verlängern, da Fristen verstrichen sind.
  • Im November 2024 wurde bereits das Umweltgutachten für die Rennstrecke in Granadilla de Abona wegen Untätigkeit für ungültig erklärt.
  • Das mehr als 51 Millionen Euro teure Projekt für einen Vier-Kilometer-Kurs droht nach Jahren der Verzögerung zu scheitern.
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Teneriffas Traum von einer Formel-1-Rennstrecke bekommt den nächsten Dämpfer: Der Wasserrat hat die Arbeit aufgenommen, die für den Bau des Rundkurses nötige Genehmigung zu entziehen.

Der „Consejo Insular de Aguas“ ließ im öffentlichen Amtsblatt der Kanarischen Inseln, dem BOC, verlauten, dass die erteilte Genehmigung abgelaufen sei. Aus der Behörde hieß es, man wolle die für den Bau nötigen Unterlagen nicht ohne Weiteres verlängern.

Grund für das Auslaufen der zuvor erteilten Genehmigung sei eine verstrichene Frist. Die Straßenbaubehörde habe die für den Bau nötigen Unterlagen nicht rechtzeitig eingereicht. Dabei handelt es sich um eine Genehmigung, die 2014 erteilt wurde – mit einer Laufzeit von zehn Jahren.

Umweltschützer klagen gegen Rennstrecke auf Teneriffa

Für den Bau der Rennstrecke auf Teneriffa müssen Arbeiten an Wasserläufen durchgeführt werden. Dabei geht es unter anderem um den Hochwasserschutzplan der Gemeinde. Der Rundkurs soll in Granadilla de Abona entstehen. Die erteilte Genehmigung ist im März 2024 ausgelaufen. Da weder begonnen noch eine Verlängerung beantragt wurde, verfiel das Dokument.

Erst im November war ein Urteil gesprochen worden, das auch das Umweltgutachten wegen Untätigkeit und Fristverstreichung stornierte. Verschiedene Umweltschutz-Organisationen hatten gegen den Bau der Rennstrecke geklagt.

Verzögerungen kosten Rennstrecke auf Teneriffa die Genehmigung

Der Kurs soll im ersten Schritt für die meisten, jedoch nicht die jeweils höchsten internationalen Motorsportklassen lizenziert werden. Die Rennstrecke soll als eine der wenigen der Welt gegen den Uhrzeigersinn befahren werden. Geplant sind elf Links- und fünf Rechtskurven auf einer Länge von gut vier Kilometern. Für den Bau wurden mehr als 51 Millionen Euro freigegeben, entstehen soll der „Tenerife Motor Circuit“ auf mehr als 650.000 Quadratmetern Fläche.

Der Bau in Atogo könnte nun jedoch ein zweites Mal über die verzögerten Arbeiten stolpern. Laut Richterspruch könne es „nicht zulässig sein, dass eine 2011 veröffentlichte Umweltverträglichkeitserklärung zwölf Jahre später noch gültig ist“.


Quellen:
  • Boletín Oficial de Canarias (BOC)
  • Consejo Insular de Aguas
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Über den Autor

Rennstrecke auf Teneriffa könnte über Abwasser stolpern

wurde geschrieben von:

Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

Diskussion

Leserkommentare zu:

Rennstrecke auf Teneriffa könnte über Abwasser stolpern


  1. Martina Eckardt schrieb am

    Ich finde es widersprüchlich, dass der Tourismus reguliert werden, aber eine Rennstrecke gebaut werden soll, um auch noch Rennfahr-Touristen anzulocken?
    Wenn die auch noch dazu kommen, werden die Straßennetze ganz sicher kollabieren. Von denen kommen nämlich ganz sicher ganz viele mit ihren Wohnmobilen.
    Eine ganz tolle Idee, um die Umwelt zu schützen und den Tourismus zurück zu fahren.
    Zum Thema Touristenanfeindung möchte ich noch sagen, dass ich noch keine Anfeindung erlebt habe und ich habe vor 45 Jahren zum ersten mal in Teneriffas Norden Urlaub gemacht, inzwischen lebe ich hier, aber nicht in einer Touristenhochburg. Und ich habe sehr nette Kontakte zu Einheimischen.
    Ich denke, es ist ganz oft eine Frage des Respekts und des eigenen Verhaltens. Ein Spruch aus meiner Kindheit sagt es deutlich: Wie man kommt gegangen, so wird man empfangen.

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