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Montag, 1. Juni 2026
Kanaren

40.000 Kanaren-Migranten bekommen mehr Rechte – und Jobs

Die spanische Regierung räumt Migranten mehr Rechte ein. Das betrifft auf den Kanaren mehrere zehntausend Menschen. Die Maßnahme soll die soziale Integration und Arbeitsmarktbedingungen verbessern.

Rund 40.000 Menschen auf den Kanaren bekommen seit Donnerstag mehr Rechte. Spaniens Regierung verspricht Migranten neue Aufenthaltsregeln und Arbeitsgenehmigungen.

Das Programm läuft zunächst bis zum 30. Juni und richtet sich an Zuwanderer, die seit mindestens fünf Monaten in Spanien leben und keine Vorstrafen haben. Die neuen Regelungen ermöglichen dann Zugang zu sozialen Rechten wie der Sozialversicherung und dem Gesundheitssystem.

Regierungsvertreter sehen insbesondere eine große Bedeutung für den Arbeitsmarkt: Viele Sektoren, insbesondere Landwirtschaft, Pflege, Gastgewerbe und Tourismus, sind auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen.

Kanaren-Migranten bekommen mehr Rechte

Innerhalb der Gesellschaft bestehen Bedenken bezüglich der eigenen Arbeitsplätze und aus der Politik gibt es Sorgen aufgrund der benötigten administrativen Kapazitäten. Für die Bearbeitung der Anträge setzt die spanische Regierung vorerst 550 zusätzliche Mitarbeitende ein.

Organisationen wie „Regularización Ya“ fordern schon seit Jahren einen entsprechenden Vorstoß, um die Rechte bereits integrierter Migranten anzuerkennen. Kritiker warnen jedoch vor einem möglichen „Sogeffekt“ sowie einer Überlastung öffentlicher Dienste.

Bessere Integration von Migranten auf den Kanaren

Die neue Regelung soll die Integration vor Ort erleichtern und Planungen durch genauere Einwohnerzahlen unterstützen. Die Regierung erwartet, dass etwa 67 Prozent der Anträge positiv bewertet werden.

Die Kanaren bleiben einer der größten Eintrittspunkte für Migranten nach Europa. In den vergangenen Jahren wurden mehrfach neue Rekorde geschrieben, zuletzt 2024, als 46.843 Migranten auf die Kanaren kamen. Im laufenden Jahr sanken die Zahlen dann deutlich. Dies wird unter anderem auf Abkommen mit westafrikanischen Regierungen zurückgeführt, die seither die meisten Boote bereits am Ablegen hindern.

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