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Donnerstag, 2. Juli 2026
Teneriffa

Teneriffa kämpft mit Militär-Drohnen gegen Waldbrände

Drohnen des spanischen Militärs sollen Waldbrände auf Teneriffa erkennen, noch bevor sie sich ausbreiten. Mehr als 2000 Soldaten stehen bereit, zusammen sind 2500 Kräfte im Einsatz. Der Schutz läuft bis Ende September.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Teneriffa startete am Mittwoch zum dritten Mal die Operation "Prometeo" gegen Waldbrände und setzt dabei erstmals Militärdrohnen ein.
  • Rund 2500 Kräfte aus Militär, Waldbrandbrigade, Feuerwehr und Sicherheitskräften patrouillieren bis Ende September, eine Verlängerung bis Oktober ist in Verhandlung.
  • Die Operation geht auf den Waldbrand von 2023 zurück, der 12.273 Hektar vernichtete und rund 12.000 Menschen zur Flucht zwang.

Teneriffa hat am Mittwoch zum dritten Mal die Operation „Prometeo“ gegen Waldbrände gestartet. Die Kanaren-Insel setzt dabei erstmals militärische Drohnen ein. Vorgestellt wurde der Einsatz im Ingenieursbataillon von La Cuesta. Die Drohnen sollen Brandherde aufspüren, bevor sich ein Feuer ausbreiten kann.

Operation „Prometeo“ läuft vom 1. Juli bis 30. September, also 92 Tage lang. Über eine Verlängerung bis in den Oktober verhandelt die Inselverwaltung mit dem Verteidigungsministerium. Spaniens Wetteramt Aemet hatte für den Start der Operation Höchstwerte von 37 Grad prognostiziert. Einher gingen Sperrungen wegen verschärfter Waldbrandgefahr auf den Kanaren.

Das Militär stellt mehr als 2000 Soldaten für die Waldpatrouillen bereit. Zusammen mit der Waldbrandbrigade Brifor der Inselverwaltung, der Feuerwehr und den Sicherheitskräften umfasst der Einsatz 2500 Kräfte. Wie die Drohnen konkret eingesetzt werden und wo die Patrouillen ihre Schwerpunkte setzen, gab die Inselverwaltung nur teilweise preis.

Teneriffa: Operation „Prometeo“ gegen Waldbrände

Täglich rücken zehn Patrouillen mit je zwei Soldaten aus, fünf am Tag und fünf in der Nacht. Sie sind mit moderner Technik ausgerüstet und an ein Logistikzentrum angebunden, das direkt mit dem Koordinierungszentrum Cecopin der Inselverwaltung kommuniziert.



Die Patrouillengebiete reichen in diesem Jahr etwas weiter Richtung Süden als bisher. Die genauen Standorte nennt das Militär aus Sicherheitsgründen nicht. Eingesetzt werden sie an Punkten, an denen zuvor Brandherde entstanden. „Unsere Mission ist es, anzukommen, solange es noch ein Brandherd ist, das heißt, bevor das Feuer beginnt“, sagte General Alfonso Pardo de Santayana, Chef des Generalstabs des Kommandos Kanarische Inseln, bei der Vorstellung.

Waldbrand von 2023 als Ausgangspunkt der Operation „Prometeo“ auf Teneriffa

Insel-Präsidentin Rosa Dávila kündigte an, die Verlängerung auf den Oktober als unmittelbar bevorstehende Verhandlung mit dem Verteidigungsministerium anzugehen. Als Grund nannte sie mehrere für den Sommer angekündigte Hitzewellen. Dávila dankte dem Militär für das Engagement auf der Insel.

„Prometeo“ entstand 2024 als Reaktion auf den historischen Waldbrand von 2023 auf Teneriffa. Das Feuer brach in der Nacht des 15. August in den Hochlagen von Arafo aus, vernichtete 12.273 Hektar überwiegend Kiefernwald und zwang rund 12.000 Menschen zur Flucht. Das Ökosystem des geschützten Corona Forestal erlitt schwere Schäden.

Die erste Operation „Prometeo“ im Sommer 2024 mobilisierte rund 2000 Soldaten und brachte es auf etwa 920 Patrouillen in drei Monaten. Die zweite Ausgabe 2025 umfasste rund 2300 Soldaten und ebenfalls 920 Patrouillen. Mit dem Drohneneinsatz erweitert die dritte Ausgabe die technische Ausstattung erstmals um strukturierte Luftaufklärung.

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