Seit dem Jahr 2000 haben die Kanarischen Inseln 35.600 zusätzliche Arbeitsplätze allein im Hotel-Tourismus generiert. Der Urlaubsmarkt ist nicht nur wirtschaftlich der wichtigste Treiber für den Archipel. Auch der Arbeitsmarkt der Kanaren hängt signifikant vom Tourismus ab.
Das zeigen Daten des Nationalen Statistik-Instituts INE. Jüngst veröffentlichte Daten befassen sich mit der Entwicklung der Übernachtungen in Hotels und hotelähnlichen Unterkünften. Außerdem zeigen sie einen Trend auf dem touristischen Arbeitsmarkt.
Laut INE-Daten gab es seit der Jahrtausendwende mehr als eine Verdopplung bei den Arbeitsplätzen in den Hotels der Inseln. Allerdings bedeutet das nicht weniger Arbeit pro Kopf. In Summe haben die Mitarbeitenden oft sogar mehr zu tun als früher.
Kanaren-Tourismus bleibt Arbeit-Magnet
Laut der Gewerkschaft „Unión General de Trabajadoras y Trabajadores“ auf den Kanaren, kurz UGT, gebe es „große Herausforderungen“. Denn trotz dem deutlichen Plus an Arbeitsplätzen sei zuletzt ein Personalrückgang von etwa 15 Prozent verzeichnet worden. Damit steigt das Arbeitsaufkommen pro Kopf.
Die UGT lobt die „positive Entwicklung“ des Tourismus-Sektors. Dennoch wird die Branche kritisiert. Die Arbeitnehmenden würden zu wenig an den steigenden Umsätzen und Rekordgewinnen beteiligt, heißt es seitens der Gewerkschaft.
José María Mañaricua ist Präsident des Verbandes der Hotel- und Tourismusunternehmer der Provinz Las Palmas. Der FEHT-Chef der östlichen Kanaren-Inseln steht auf der anderen Seite. Laut Mañaricua habe man mit den neuen Tarifverträgen alle Forderungen erfüllt.
Innerhalb von zwei Jahren seien die Löhne im Tourismus um durchschnittlich neun Prozent gestiegen. Das entspricht laut FEHT 650 Euro pro Arbeitnehmendem. Lohnzuwächse dieser Art habe es im öffentlichen Dienst nicht gegeben, betont der Tourismus-Manager.
Kanaren-Tourismus weiter wichtigster Wirtschaftszweig
Laut FEHT verdienen Zimmermädchen in einem durchschnittlichen Vier-Sterne-Hotel auf den Kanaren rund 1500 Euro. Wer als Reinigungskraft im öffentlichen Dienst der Kanaren angestellt ist, erhalte 350 Euro weniger.
Die UGT widerspricht dieser Darstellung. Diese Summe werde allenfalls über Zulagen erreicht. Im Vergleich mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten würde heute unterm Strich sogar weniger Geld übrig bleiben.
Einig sind sich beide Parteien bei der Betrachtung des Sektors. Auch FEHT sieht das Wachstum der Branche: „40 Prozent des Budgets der Region werden direkt aus den Einnahmen des Tourismussektors finanziert“, sagt Mañaricua. Damit bleibt der Tourismus für die Arbeitnehmenden auf den Kanaren der wichtigste Wirtschaftszweig.
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Kanaren-Tourismus schafft 35.600 neue Arbeitsplätze
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