Die Fährverbindung zwischen Cádiz und mehreren Kanarischen Inseln steht vor dem Aus. Am 30. Juni 2026 läuft die öffentliche Dienstverpflichtung für die Seeroute aus. Bisher garantierte sie, dass die für Versorgung und Wirtschaft wichtige Linie regelmäßig zwischen dem spanischen Festland und den Kanaren bedient wird.
Das Verkehrsministerium in Madrid hatte den Vertrag mit Armas Trasmediterránea im Vorjahr nur um ein weiteres Jahr verlängert. Was danach passiert, ist weiterhin ungeklärt. Betroffen ist die Route, die Cádiz mit Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura und La Palma verbindet.
Die Unsicherheit hat bereits Folgen: Nach Angaben der Partido Popular (PP) auf Fuerteventura wurden zahlreiche Buchungen für August 2026 storniert. Betroffenen Passagieren wird derzeit noch eine Umleitung über Lanzarote angeboten.
Kanaren-Fähre für viele Inseln wichtig
Die PP betont die strategische Bedeutung der Linie für Fuerteventura. Die Insel sei sowohl beim Passagier- als auch beim Warentransport auf die Fährverbindung angewiesen, heißt es. Die Partei warnt vor einer Isolation, sollte der Dienst wegfallen. Betroffen wären Handel, Primärsektor und Fahrzeugtransport.
Die PP verweist zudem auf ähnliche Dienstverpflichtungen für Flugverbindungen zwischen den Kanaren und dem Festland. Diese würden bereits seit Längerem bestehen. Die Dienstverpflichtungen dieser Art sollen sicherstellen, dass Verbindungen unabhängig von Nachfrageschwankungen dauerhaft aufrechterhalten werden.
Jessica de León forderte einen zügigen Vertragsabschluss, der erneut eine öffentliche Dienstverpflichtung vorsieht. Fuerteventura brauche Planungssicherheit, stabile Preise und ausreichend Kapazitäten für Passagiere und Fracht, sagte die PP-Politikerin. Die bisherige Unsicherheit verursache Probleme für Bevölkerung und Unternehmen.
Das Verkehrsministerium prüft laut PP bereits verschiedene Optionen für die Zeit nach dem 30. Juni. Eine Entscheidung stehe noch ausm heißt es. Die Volkspartei kritisiert die Zentralregierung für fehlende Transparenz und zu kurzfristige Beschlüsse. Sie verlangt, dass ein neuer Vertrag ausreichende Fahrfrequenzen und stabile Konditionen festschreibt.
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Wichtiger Kanaren-Verbindung droht das Aus – erste Buchungen bereits storniert
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