Mehrfach haben es die Rettungsschwimmer an der Playa el Socorro im Norden Teneriffas mit Worten versucht. Doch ein renitenter Badegast wollte partout nicht aus den Fluten steigen. Schließlich fasste sich ein Rettungsschwimmer ein Herz und ging selbst ins Wasser. Danach wurde es hitzig.
Mitten in einer Phase hoher Wellen und klar erkennbarer «Roter Flagge» ging ein junger Mann an der insbesondere bei Wellenreitern beliebten Playa in Los Realejos ins Wasser. Mehrere Rettungsschwimmer riefen den Mann, doch der überhörte die Rufe.
Schließlich ging einer der Bademeister des öffentlichen Strandes ins Wasser und tippte dem Mann von hinten auf die Schulter. Er bat ihn erneut, zurück an Land zu gehen. Doch der junge Mann widersetzte sich wieder. Daraufhin dränge der Rettungsschwimmer den Mann zurück. Wenig später begann ein Gerangel, wie das folgende Video zeigt:
Los Realejos: Helfer drängen Badegast gemeinsam an Land
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Nachdem der Bademeister den Schwimmer ein Stück in Richtung der Nordküste Teneriffas gedrängt hat, widersetzte der sich erneut. Der Lifeguard schubste den Mann schließlich. Der Badegast verlor dabei den Halt und landete im Wasser. Daraufhin gab es das nächste Wortgefecht.
Schließlich kam ein weiterer Mann im halb heruntergelassenen Surfer-Anzug zur Hilfe. Zu zweit wurde der Badegast an Land geschoben. Doch dort schimpfte der Schwimmer weiter auf den Bademeister ein. Schließlich eilten Freunde zu Hilfe und versuchten, den aufgebrachten jungen Mann aus der Situation zu ziehen.
Kanaren: Selbstüberschätzung meist Grund für Ertrinken
Das Eingreifen wirkt beim Betrachten des Videos ruppig. Doch die Rettungsschwimmer auf den Kanaren werden regelmäßig mit Szenen wie diesen konfrontiert. Sie müssen notfalls auch körperlich zu Werke gehen, um renitente Schwimmer bei zu großer Gefahr zurück an Land zu bringen. Unterströmungen können auch Menschen, die nur hüfthoch im Wasser stehen, aufs offene Meer hinausziehen. Eine Rettungsaktion bedeutet dann auch für alle eingreifenden Lifeguards unmittelbare Lebensgefahr.
Auf den Kanarischen Inseln ertranken allein bis Ende August 45 Menschen, darunter sechs Minderjährige. Die Zahlen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Als häufigste Ursache führen die Behörden Selbstüberschätzung, unter anderem bei schlechten Seebedingungen.
















«Wer auf Teneriffa die Rote Flagge ignoriert, wird an Land gedrängt (Video)»
Ich finde es bewundernswert, dass sich der Rettungsschwimmer in Gefahr gebracht hat, um den Mann aus dem Wasser zu bringen.
In solchen renitenten Fällen würde ich allerdings sagen, lass ihn. Wer nicht hören will, muss halt mit den Konsequenzen leben oder eben nicht mehr leben. Man kann nicht jeden retten.