Papst Leo XIV. hat am Freitag im Papamobil das Zentrum von Santa Cruz de Tenerife durchquert und damit den ersten Papstbesuch auf den Kanarischen Inseln vollzogen. Tausende Menschen säumten die Straßen der Inselhauptstadt, viele hatten ihre Plätze schon Stunden zuvor besetzt. Der Rundkurs begann am Vormittag vor dem Colegio de La Salle.
Der Besuch reihte sich in eine mehrtägige Spanien-Reise des Papstes ein. Nach Madrid und Barcelona traf Leo am Donnerstag zunächst Gran Canaria ein, bevor er am Freitag nach Teneriffa weiterzog. Vor dem Ayuntamiento von Santa Cruz hielt das Papamobil an, wo Bürgermeister José Manuel Bermúdez den hohen Gast empfing und ihm mehrere Geschenke überreichte, darunter eine Nachbildung des Cruz fundacional aus der Iglesia de la Concepción.
Bereits ab 7 Uhr war das Stadtzentrum vollständig für den Verkehr gesperrt worden. Anwohner besetzten früh die Gehsteige und stellten Stühle auf. Die Stadt rief für den Tag die höchste Alarmstufe des Zivilschutzes aus. Welche Vorkehrungen die Behörden für den Andrang trafen, zeigte sich am Messezentrum besonders deutlich:
Zivilschutz-Höchstalarm bei Papst-Besuch auf Teneriffa
Am Messezentrum von Santa Cruz wurde ein provisorisches Feldlazarett errichtet. Im Zelt-Hospital standen fünf Betten für kritische Fälle bereit, dazu kamen zehn Beobachtungs- sowie zehn zusätzliche Betten. Es war Teil des Sicherheitskonzepts für die erwarteten Menschenmassen im Stadtzentrum und am Hafen.
Erste Besucher fanden sich bereits vor 6 Uhr in Santa Cruz ein und ergatterten so gute Plätze. Erst gegen 13.20 Uhr begann dann im Hafen von Santa Cruz die Heilige Messe, die den letzten offiziellen Akt des Papstes auf den Kanarischen Inseln darstellte. Am Altar standen zwei Reliquiare: eines mit einer Reliquie des Santo Hermano Pedro aus dessen Heiligtum in Vilaflor, dessen Geburtstag sich 2026 zum 400. Mal jährt, und eines mit einer Reliquie des San José de Anchieta aus der Kathedrale. Die erste Lesung übernahm Ana Cabello Marcos, Gläubige aus einer Pfarrei in La Frontera auf El Hierro.
Papst-Besuch: Spanien-Reise endet auf Teneriffa
Am Ende der Messe übergab Papst Leo den von ihm benutzten Kelch stellvertretend an Bischof Eloy Santiago als Geschenk an die Diözese. Die übrigen liturgischen Gefäße stammten überwiegend aus dem Museum der Kathedrale von La Laguna. Den eigens komponierten Hymnus führte ein vereinter Chor aus mehreren kanarischen Ensembles auf, begleitet von der Banda Insular unter Leitung von Mauro Fariña.
Zuvor hatte der Papst Migranten im Centro Las Raíces und bei Vereinen auf der Plaza del Cristo in La Laguna getroffen. Von Teneriffas Nord-Flughafen aus ging es für das katholische Kirchenoberhaupt dann zurück nach Rom.
















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