Die Autobahn TF-2 verbindet Teneriffas Nord- mit der Süd-Autobahn. Der Zubringer zwischen TF-1 und TF-5 ist zwar sehr kurz, dafür jedoch enorm erfolgreich. Zumindest für die Insel-Kasse. Denn der Super-Blitzer der Kanarischen Inseln ist genau dort zu Hause.
Die Radarfalle auf der TF-2 hat im vergangenen Jahr für 49.641 Anzeigen gesorgt. Damit rückte die Anlage bei Kilometer eins der Autobahn auf Rang vier der aktivsten Blitzer in ganz Spanien vor.
Die Anlage war erst im Jahr 2024 scharf geschaltet worden. Während dieser Anlaufphase kam es zu 1358 Knöllchen. Seit Anfang 2025 ist die Anlage im Normalbetrieb angelangt und sorgt seither für zahlreiche unfreiwillige Fotos. Doch damit ist der Blitzer auf Teneriffa längst nicht allein.
Das sind die aktivsten Kanaren-Blitzer
AEA ist ein europäischer Automobilclub, der sich selbst als Interessenvertretung der Autofahrer versteht. Die Organisation veröffentlicht die Auswertung der aktivsten Blitzer in Europa. Spanienweit ist Teneriffa damit in der Top-4. Doch auf den Inseln gibt es weitere aktive Radarfallen.
Neben dem Streckenradar auf dem Gemeindegebiet von Santa Cruz de Tenerife taucht für die Kanaren auch ein Blitzer auf Gran Canaria in der Spitzengruppe auf: Die Falle steht an der GC-1 bei Kilometer 42. Im Vorjahr fanden dort 15.927 Bußgeldbescheide ihren Anfang. Ein Jahr zuvor waren es noch 11.403 gewesen.
Spanienweit wurden 2025 knapp 247 Millionen Euro durch Radarfallen umgesetzt. Das entsprach einem Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut AEA sorgten die 50 aktivsten Radarfallen für knapp 1,35 Millionen Anzeigen. Zu dieser Gruppe gehörten auch die beiden Blitzer auf den Kanarischen Inseln.
Teneriffa: Blitzer sorgen für 75 Prozent mehr Einnahmen
In der Provinz Santa Cruz de Tenerife meldeten die Behörden Einnahmen von mehr als 14,24 Millionen Euro durch Regelverstöße im Straßenverkehr. Im Jahr 2024 waren das noch gut 23 Prozent weniger (11,6 Millionen Euro). Bei Geschwindigkeitsverstößen fiel der Zuwachs noch stärker aus: Die Einnahmen in der Provinz kletterten von 2,63 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 4,61 Millionen Euro. Das bedeutete ein Plus von mehr als 75 Prozent.
AEA-Präsident Mario Arnaldo sagte, das spanische Verkehrsministerium setze bei neuen Anlagen vor allem auf Schnellstraßen. Zugleich verwies der Verkehrsexperte darauf, dass rund 70 Prozent der tödlichen Unfälle auf anderen Straßen passieren würden und die Standorte der Radarfallen daher auf ihren Beitrag zur Unfallprävention geprüft werden sollten.
Das gilt nicht nur für Teneriffa: Die drei noch aktiveren Radaranlagen stehen mit mehr als 90.000 Knöllchen an der A7 und mit 72.500 Anzeigen an der CV-905 in der autonomen Gemeinschaft Valencia. Platz drei ging mit 67.500 Anzeigen nach Navarra. Der Blitzer steht dort an der A-15.
















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