Das spanische Verkehrsministerium hat die Referenztarife für zehn Flugverbindungen zwischen den Kanarischen Inseln um durchschnittlich sieben Prozent angehoben. Die Änderung trat mit der Veröffentlichung im spanischen Amtsblatt, dem BOE, sofort in Kraft. Für auf den Kanaren gemeldete Passagiere bleibt die staatliche Subvention von 75 Prozent auf den Ticketpreis bestehen.
Von der Anpassung sind zehn der 13 regulierten Strecken zwischen den Kanarischen Inseln betroffen. Diese Verbindungen fallen als gemeinwirtschaftliche Verpflichtung unter das OSP, das der Ministerrat am 2. Juni 2006 festgelegt hatte. Das System soll auf dem geografisch zerstückelten Archipel Flugverbindungen sichern, die für Arbeit, Gesundheitsversorgung, Behördengänge, Ausbildung und Familienbesuche als unverzichtbar gelten.
Die Tarifanpassung ändert an diesem Nachlass nichts. Das Ministerium betont, dass weder das OSP-System noch die Residenten-Subvention abgeschafft würden. Diese Sorge war zuvor öffentlich diskutiert worden. Diese Strecken sind konkret betroffen:
Kanaren: Diese zehn Insel-Flugrouten werden teurer
Die höheren Referenztarife gelten für die Routen zwischen Gran Canaria und Teneriffa Nord, Gran Canaria und Teneriffa Süd, Gran Canaria und Fuerteventura, Gran Canaria und El Hierro sowie Gran Canaria und Lanzarote. Hinzu kommen die Verbindung Teneriffa Nord und Fuerteventura, Teneriffa Nord und El Hierro, Teneriffa Nord und Lanzarote, Teneriffa Nord und La Palma sowie La Palma und Lanzarote.
Drei Verbindungen bleiben von der Erhöhung ausgenommen: Dabei handelt es sich um die Strecken zwischen Gran Canaria und La Palma, Gran Canaria und La Gomera sowie Teneriffa Nord und La Gomera. Für diese Strecken sind die bisherigen Referenzwerte weiterhin in Kraft.
Kanaren-Flüge: Ministerium verweist auf steigende Kosten
Das Verkehrsministerium führt die Anpassung auf die Entwicklung des Luftverkehrs allgemein und die gestiegenen Kosten der Fluggesellschaften zurück. Die angehobenen Referenztarife sollen den Airlines mehr Spielraum geben, günstige Tarife über teurere Tarife innerhalb der OSP-Grenzen quer zu finanzieren.
Die höheren Obergrenzen bedeuteten nicht, dass jedes Ticket automatisch sieben Prozent teurer wird. Der tatsächliche Preis hänge von der Strecke, dem Kaufzeitpunkt, der Nachfrage und dem jeweils verfügbaren Tarif ab, hieß es. Die Referenztarife setzten lediglich die Höchstgrenze, bis zu der die Fluggesellschaften ihre Preise ansetzen durften.















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