Die kanarische Verbrauchsteuer IGIC hat den Inseln im April deutlich mehr Geld eingebracht als gewohnt. Wie das Statistikamt der Kanaren, ISTAC, mitteilt, landeten 331,2 Millionen Euro in den öffentlichen Kassen. Gegenüber demselben Monat des Vorjahres entspricht das einem Plus von 18,2 Prozent.
Was auf dem Festland die Mehrwertsteuer ist, das ist auf dem Archipel die IGIC (Impuesto General Indirecto Canario). Fällig wird sie beim Verkauf von Waren und Dienstleistungen auf den Inseln. Für die Regierung der Kanaren wie für die Inselverwaltungen zählt sie zu den bedeutendsten Einnahmequellen überhaupt. Da ihr Standardsatz unter dem der spanischen Mehrwertsteuer liegt, fällt der Konsum auf den Inseln vergleichsweise günstig aus.
Dass die Einnahmen aus einer solchen Steuer binnen eines Jahres um 18,2 Prozent zulegen, geht spürbar über die sonst übliche Schwankungsbreite hinaus. Als Gradmesser für den Konsum auf den Inseln gilt das monatliche IGIC-Aufkommen deshalb, da es direkt an Verkäufen und Ausgaben hängt. Zieht dieser Wert kräftig an, spricht das für steigende Umsätze im Handel und bei den Dienstleistungen.
IGIC-Einnahmen auf den Kanaren im April über der Erwartung
Die genannten 331,2 Millionen Euro entfallen allein auf den April und decken das gesamte Gebiet der Kanaren ab. Ausgewiesen wird vom Statistikamt ISTAC dabei die liquide Nettoerhebung. Das ist die Summe, die nach allen Verrechnungen am Ende tatsächlich bei den öffentlichen Haushalten ankommt.
Dieses Geld fließt damit direkt in die Etats der Regierung der Kanarischen Inseln und der sieben Inselverwaltungen. Diese finanzieren damit einen erheblichen Teil der öffentlichen Ausgaben: von der Gesundheit über die Bildung bis hin zur Infrastruktur. Für das Frühjahr 2026 gehört der April im Jahresvergleich damit zu den stärkeren Monaten.














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