Yolanda Ruano behandelt drei Romanfiguren, die mit den Normen ihrer Zeit brachen: Ana Ozores aus La Regenta von Leopoldo Alas Clarín, Emma Bovary aus Madame Bovary von Gustave Flaubert und Anna Karenina aus dem gleichnamigen Roman von Lew Tolstoi. Ausgangspunkt ist die gesellschaftliche Enge, in der diese Figuren leben, und der patriarchale Rahmen des 19. Jahrhunderts.
Nach einer gerafften Lektüre der drei Werke fragt der Vortrag, welche Botschaft die Autoren vermitteln wollten, was heutige Leserinnen daraus mitnehmen können und warum eine Lektüre aus Geschlechterperspektive weiterhin nötig ist. Zur Sprache kommen Begehren, Körper, Übertretung, das Verbotene, Sünde, Erziehung, Religion, die Konstruktion von Subjektivität, Strafe und der Tod als symbolischer Schluss.
Die Veranstaltung ist Teil der dritten Reihe Una habitación propia. Visión y huella de relatos femeninos no contados, die von Elena Ramírez im El Almacén in Arrecife koordiniert wird. Der Vortrag findet im CIC El Almacén statt, der Eintritt ist frei.
