Die spanische Seenotrettung Salvamento Marítimo hat in der Nacht auf Montag 64 Erwachsene und vier Minderjährige aus einem Schlauchboot vor Lanzarote geborgen. Damit stieg die Zahl der binnen weniger Stunden aus zwei Booten geretteten und auf die Insel gebrachten Personen auf 153, darunter 23 Minderjährige.
Das Schlauchboot mit 68 Insassen erreichte um 2.20 Uhr den Hafen von Arrecife, der Hauptstadt Lanzarotes. Unter den Geretteten befanden sich vier Minderjährige. Nach Angaben des kanarischen Notrufs, der 112 Canarias, waren alle Insassen in gutem Gesundheitszustand.
Bereits am Sonntag hatte Salvamento Marítimo eine Gruppe geborgen: 85 Personen subsaharischer Herkunft, darunter 19 Minderjährige. Ihre Patera trieb rund 64 Kilometer östlich von Lanzarote. Das Boot war von der marokkanischen Küste bei Tan Tan aufgebrochen.
Vor Lanzarote: 153 Migranten von zwei Booten geborgen
Über das Lagezentrum in Las Palmas de Gran Canaria ging bei Salvamento Marítimo der Alarm für die nächtliche Rettung ein. Beide Gruppen konnten ohne weitere Zwischenfälle in den Hafen von Arrecife geschleppt werden.
Vor allem El Hierro, Teneriffa und Gran Canaria zählen zu den Hauptankunftsorten auf der sogenannten Atlantikroute, die von der Westküste Afrikas zu den Kanaren führt. Auch auf Lanzarote kommen regelmäßig Migrantenboote an. Die Überfahrt von Afrika zu den Kanaren zählt zu den gefährlichsten der Welt. Verfehlt ein Boot die Inseln, gilt das laut NGOs für die Insassen als sicheres Todesurteil.















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