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Mittwoch, 10. Juni 2026
Teneriffa

Pilot erleidet Herzinfarkt: Teneriffa-Flieger muss in Portugal landen

Ein Jet2-Pilot hat auf dem Flug von Teneriffa einen Herzinfarkt erlitten. Die Crew entschied sich für eine Sicherheitslandung in Portugal.

Ein Herzinfarkt im Cockpit hat einen Jet2-Flieger von Teneriffa-Süd zu einer außerplanmäßigen Landung gezwungen. Die Maschine war auf dem Weg von Teneriffa nach Birmingham, als der medizinische Notfall geschah.

Herzinfarkte im Cockpit gelten als eines der schwerwiegendsten Szenarien in der Luftfahrt. Moderne Verkehrsflugzeuge werden grundsätzlich mit zwei ausgebildeten Piloten geflogen, so dass der zweite Pilot im Ernstfall die vollständige Kontrolle übernehmen kann.

Dieses Redundanzprinzip hat verhindert, dass weitere Personen zu Schaden kamen. Das Flugzeug des britischen Unternehmens Jet2 befand sich auf mehr als 9000 Metern Höhe, als der Pilot den Herzinfarkt erlitt. Dann musste alles schnell gehen:

Teneriffa-Flieger mit Sicherheitslandung in Portugal

Die Besatzung des Fluges LS1266 leitete umgehend eine Kursänderung ein. Statt den Zielflughafen in Birmingham anzusteuern, setzte der Airbus A321 zur Sicherheitslandung in Porto an und kam dort sicher zum Stehen. Die Fluggesellschaft bestätigte den Vorfall inzwischen und teilte mit, dass „zu keiner Zeit Personen in Gefahr“ gewesen seien.

Der entscheidende Unterschied zwischen einer Notlandung und einer Sicherheitslandung liegt in Kontrolle und Zeitdruck. Zwar musste alles schnell gehen, um dem Piloten zu helfen, der Kopilot hatte die Lage jedoch jederzeit vollständig unter Kontrolle.

Teneriffa-Flug sicher in Portugal gelandet

Die Landung erfolgte nach Rücksprache mit der Flugsicherung planmäßig. Alle Sicherheitsvorkehrungen hätten perfekt ineinandergegriffen, hieß es. Einzelheiten zur gesundheitlichen Lage des Piloten wurden nicht bekanntgegeben.

Die eingespielten Notfallprozeduren der Besatzungen sowie die technischen Voraussetzungen moderner Mittel- und Langstreckenflugzeuge ermöglichen in solchen Situationen eine geordnete Reaktion. Ein Sicherheitsrisiko für die Passagiere an Bord bestand nach aktuellem Kenntnisstand nicht.

Jet2 betreibt regelmäßige Verbindungen zwischen Teneriffa und mehreren britischen Flughäfen, darunter auch Birmingham. Die Route zählt zu den meistfrequentierten Tourismusverbindungen zwischen den Kanarischen Inseln und dem Vereinigten Königreich.

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