Weil einer der Piloten im Cockpit einen Herzinfarkt erlitt, musste eine Jet2-Maschine außerplanmäßig landen, die kurz zuvor in Teneriffa-Süd gestartet war. Der medizinische Notfall ereignete sich, während das Flugzeug auf dem Weg von Teneriffa nach Birmingham unterwegs war.
In der Luftfahrt zählt ein Herzinfarkt im Cockpit zu den schwerwiegendsten Szenarien überhaupt. Genau deshalb fliegen moderne Verkehrsflugzeuge grundsätzlich mit zwei ausgebildeten Piloten, denn so kann im Ernstfall der zweite Pilot die vollständige Kontrolle übernehmen.
Dass keine weiteren Personen zu Schaden kamen, ist eben diesem Redundanzprinzip zu verdanken. Als der Pilot den Herzinfarkt erlitt, befand sich die Maschine des britischen Unternehmens Jet2 in mehr als 9000 Metern Höhe. Danach musste alles schnell gehen:
Teneriffa-Flieger mit Sicherheitslandung in Portugal
Ohne zu zögern leitete die Besatzung des Fluges LS1266 eine Kursänderung ein. Den Airbus A321 brachte sie nicht wie geplant nach Birmingham, sondern setzte zur Sicherheitslandung in Porto an, wo das Flugzeug sicher zum Stehen kam. Inzwischen hat die Fluggesellschaft den Vorfall bestätigt und mitgeteilt, dass „zu keiner Zeit Personen in Gefahr“ gewesen seien.
Worin sich eine Notlandung von einer Sicherheitslandung unterscheidet, hat mit Kontrolle und Zeitdruck zu tun. Es musste zwar alles schnell gehen, um dem Piloten zu helfen, doch der Kopilot behielt die Lage jederzeit vollständig unter Kontrolle.
Teneriffa-Flug sicher in Portugal gelandet
Nach Rücksprache mit der Flugsicherung lief die Landung planmäßig ab. Sämtliche Sicherheitsvorkehrungen hätten perfekt ineinandergegriffen, hieß es. Zur gesundheitlichen Lage des Piloten wurden keine Einzelheiten bekanntgegeben.
Eine geordnete Reaktion ist in solchen Situationen möglich, weil die Notfallprozeduren der Besatzungen eingespielt sind und die technischen Voraussetzungen moderner Mittel- und Langstreckenflugzeuge dies erlauben. Für die Passagiere an Bord bestand nach aktuellem Kenntnisstand kein Sicherheitsrisiko.
Zwischen Teneriffa und mehreren britischen Flughäfen unterhält Jet2 regelmäßige Verbindungen, zu denen auch Birmingham gehört. Damit zählt die Route zu den meistfrequentierten Tourismusverbindungen zwischen den Kanarischen Inseln und dem Vereinigten Königreich.















Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.