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Dienstag, 9. Juni 2026
Kanaren

So wollen die Kanaren ältere Menschen künftig schützen

Ältere Menschen auf den Kanaren sollen besser geschützt werden. Das Sozialministerium hat jetzt einen Plan vorgelegt. Das ist er.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Das kanarische Sozialministerium präsentiert neue Protokolle gegen Misshandlung älterer Menschen in Pflegeheimen und kommunalen Einrichtungen.
  • Vier Dokumente bilden das Konzept: zwei Protokolle, ein Leitfaden für guten Umgang sowie ein Abschlussbericht mit Handlungsempfehlungen.
  • Tagungen am 15. und 19. Juni auf Teneriffa und Gran Canaria stellen die Maßnahmen anlässlich des Welttags gegen Missbrauch im Alter vor.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Das kanarische Sozialministerium hat eine Tagungsreihe mit neuen Protokollen gegen die Misshandlung älterer Menschen angekündigt. Unter dem Titel „Hin zu einer Kultur des guten Umgangs“ sollen die Dokumente bei jeweils einer Veranstaltung auf Teneriffa und Gran Canaria präsentiert werden. Das teilte Sozialministerin Candelaria Delgado am Montag mit.

Nötig ist das neue Programm unter anderem, nachdem auf den Kanaren mehrere Fälle von Misshandlungen älterer Menschen in Pflegeheimen öffentlich gemacht wurden. In der Folge entbrannte eine mehrmonatige Debatte über Vorsorge und Kontrolle.

Die erste der angekündigten Tagungen findet am 15. Juni auf Teneriffa statt, die zweite am 19. Beide Veranstaltungen werden in den Sitzen der Präsidentschaft der kanarischen Regierung abgehalten, um von dort in der jeweiligen Provinz auf weitere Inseln getragen zu werden. Anlass ist der Welttag zur Sensibilisierung für Misshandlung und Missbrauch im Alter. Für die Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Wie das Konzept konkret aussieht:

Konzept gegen Misshandlung älterer Menschen auf den Kanaren

Vier Dokumente bilden den Kern: ein Protokoll, das Misshandlung im Pflege- und Gesundheitsbereich erkennen und eingreifen lässt, ein weiteres für das kommunale Umfeld, dazu der „Leitfaden für den guten Umgang mit älteren Menschen“ und ein Abschlussbericht. Letzter umfasst theoretischen Rahmen, Forschungsergebnisse, Methodik, Ergebnisanalyse, Schlussfolgerungen sowie Handlungsvorschläge.

Die Materialien entstanden in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Soziale Arbeit in Santa Cruz de Tenerife. Deren Präsidentin Maitane Cabrera erklärte, bei den Tagungen würden die verschiedenen Protokolle und Materialien vorgestellt, die gemeinsam mit dem Sozialministerium erarbeitet worden seien. Delgado sagte, ihr Ministerium arbeite seit Längerem an der Prävention und Erkennung von Situationen, die die Rechte älterer Menschen verletzen könnten.

„Würde und Sicherheit“ beim Älterwerden auf den Kanaren

Delgado hob die gemeinsame Arbeit mit dem Berufsverband hervor, die der Ausarbeitung des Protokolls zur Erkennung, Prävention und Intervention bei Misshandlung im institutionellen Bereich diene. Laut Verónica Meseguer, Generaldirektorin für Soziales und Gleichstellung auf den Kanarischen Inseln, gehört die Initiative zur Achse „Rechte, Pflege und Schutz“.

Dieser Plan soll während des gesamten Alterungsprozesses Würde, Autonomie, Sicherheit und Wohlergehen älterer Menschen gewährleisten.

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