Im Mai haben sich die Bananenexporte Teneriffas mehr als verdoppelt. Nach Zahlen des kanarischen Statistikamts ISTAC verließen 9131 Tonnen der Frucht die größte Kanaren-Insel. Im Vergleich mit dem gleichen Monat des Vorjahres entsprach das einem Plus von 105,1 Prozent.
Damit fiel der Zuwachs außergewöhnlich stark aus. Dass sich die Exportmenge innerhalb von zwölf Monaten verdoppelte, ist deutlich mehr als nur eine übliche Schwankung, die der Bananenanbau auf den Kanaren von Monat zu Monat kennt.
Für den Archipel ist die Frucht eines der wichtigsten Agrarprodukte. Der überwiegende Teil ging auf das spanische Festland. Dass der Export so florierte, hat einen für Erzeuger weniger schönen Grund:
Bananenexporte auf Teneriffa mit deutlichem Zuwachs
Der Bananenanbau prägt weite Teile der kanarischen Landwirtschaft und sichert auf den Inseln Tausende Arbeitsplätze. Neben Teneriffa zählen auch La Palma und Gran Canaria zu den Hauptanbaugebieten auf dem Archipel. Für viele Betriebe bildet der Verkauf auf die Festlandmärkte eine wichtige wirtschaftliche Grundlage.
Dass der Export so floriert, liegt allerdings auch in der Preisentwicklung begründet. Zuletzt sank der Erzeugerpreis auf knapp unter einen Euro. Das ist der Wert, den Landwirte für ein Kilogramm ihrer Ware erhalten, bevor Zulieferer und Supermärkte ihre Margen einrechnen.
Am stärksten sank dieser Wert auf Teneriffa. Dort knickte der Kilopreis um fast 40 Prozent ein – und damit weitaus stärker als auf anderen Kanarischen Inseln. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Dass die Kanaren wieder stärker auf das Festland exportieren, liegt in dieser Preisentwicklung begründet. Denn nur durch den Preisverfall steigt die Nachfrage. Andernfalls importiert die iberische Halbinsel stärker aus südamerikanischen Ländern, die deutlich günstiger produzieren können. Für die Kanarischen Inseln hat das oft zur Folge, dass Millionen Kilo Bananen im Müll landen.
















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