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2,2 Millionen Kilo für den Müll: Kanaren wollen mehr Bananen produzieren

Die Bananenbauern der Kanaren wollen mehr Produzieren. In den vergangenen Jahren wurden Millionen Kilo auf den Müll geworfen.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Plattform für einen fairen Bananenpreis lehnt die geplante Produktionssteigerung auf 600 Millionen Kilo ab und warnt vor Überproduktion und Preisverfall.
  • In der Vergangenheit mussten bereits mehrere Millionen Kilo Bananen vernichtet werden, um den Preis zu stabilisieren.
  • Die Plattform fordert eine marktorientierte Strategie statt unkontrolliertem Wachstum, da der Marktanteil auf der iberischen Halbinsel bei nur 50 Prozent liegt.
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In den vergangenen Jahren haben die Produzenten der Kanarischen Inseln in Rücksprache mit der Regionalregierung mehrere Millionen Kilo Bananen vernichtet. Ziel der Maßnahme: den Bananenpreis zu stärken. Jetzt fordert der Präsident der Vereinigung eine Produktionssteigerung. Experten lehnen das entschieden ab.

Die Plattform für einen fairen und authentischen Bananenpreis auf den Kanaren, „La Plataforma por una Precio Justo Auténtico“, kritisiert die Pläne zur Steigerung der Produktion auf 600 Millionen Kilo scharf. Der Vorschlag von Carlos Rendón, Präsident der Vereinigung der Bananenproduzenten-Organisationen der Kanaren (Asprocan), die Produktion um fast 200 Millionen Kilo zu erhöhen, sei „unverantwortlich und realitätsfern“.

Vor einer Produktionsausweitung müsse eine solide kommerzielle Strategie stehen, die die Aufnahme der zusätzlichen Bananen gewährleiste, teilte die Plattform mit. Was die Experten kritisieren:

Überschüsse im Bananenanbau auf den Kanaren

Der Marktanteil der Banane auf der iberischen Halbinsel liege bei etwa 50 Prozent. In der Vergangenheit habe die Überschreitung von 420 Millionen Kilo zu Marktüberschüssen und Preisen unter den Produktionskosten geführt.

Die Plattform verweist auf dokumentierte Überschüsse der vergangenen Jahre. Die kanarische Landwirtschaft könne die überzähligen Bananen nicht aufnehmen, was zu Verlusten und Preisdruck führe. Eine Produktion über die Marktkapazität hinaus verursache wirtschaftliche Verluste.

Der Sektor müsse mit Bedacht und marktorientiert produzieren, fordert die Plattform. Sie kritisiert die Diskrepanz zwischen der wirtschaftlichen Notlage der Landwirte und den positiven Ergebnissen der Handelsstrukturen und Produzentenorganisationen.

Die Plattform plädiert für eine realistische Planung und Respekt vor der wirtschaftlichen Realität, statt einem ständigen Wachstumsdrang zu folgen.


Quellen:
  • eigene Recherche
  • Mitteilung der Plattform für einen fairen Bananenpreis
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Über den Autor

2,2 Millionen Kilo für den Müll: Kanaren wollen mehr Bananen produzieren

wurde geschrieben von:

Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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