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Kanaren-Paradoxon: Inflation sinkt, doch Einkaufen wird deutlich teurer

Der durchschnittliche Warenkorb ist auf den Kanaren in fünf Jahren um 34 Prozent teurer geworden. Und das trotz sinkender Inflation.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Inflation auf den Kanaren sank im September 2024 auf 2,2 Prozent und liegt damit unter dem spanischen Durchschnitt von 3,0 Prozent.
  • Trotz sinkender Inflation sind Lebensmittel seit 2021 um 34 Prozent teurer geworden – der stärkste Anstieg aller spanischen Regionen.
  • Niedrige Inflationsraten spiegeln nicht die tatsächliche Kaufkraft wider, die auf den Kanaren besonders stark belastet ist.
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In ganz Spanien ist die Inflation nirgendwo stärker gesunken als auf den Kanarischen Inseln. Im September wurde ein Rückgang um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gemessen.

Im Vergleich zum August dieses Jahres sank die Inflation um 0,7 Prozent. Das sorgt für eine jährliche Inflationsrate von 2,2 Prozent. Diese wiederum liegt unter dem Landesschnitt von 3,0 Prozent.

Der Rückgang im September wird vor allem auf sinkende Preise beim Wohnen (-0,2 Prozent), im Bereich Verkehr (-2,2 Prozent) und im Freizeit-Sektor zurückgeführt (-3,2 Prozent). Und dennoch gibt es nur begrenzt Grund zur Freude.

Kanaren-Paradoxon bei Preisentwicklung

Denn trotz des Rückgang verzeichnen die Kanaren beim Lebensmittel-Einkauf, bereinigt um alkoholische Getränke, von allen Regionen Spaniens die stärkste Teuerungsrate. Nirgendwo sonst stiegen die Preise so stark wie auf dem Archipel im Atlantik.

Seit September 2021 stiegen die Preise in dieser Kategorie um 34 Prozent, wurden also um gut ein Drittel teurer. Das entspricht einem Anstieg um knapp sieben Prozent pro Jahr. Damit sind die Preise für Grundnahrungsmittel nirgendwo stärker gestiegen als auf den Kanarischen Inseln.

Inflation und Verbraucherpreisindex auf den Kanaren

Die Inflation bezeichnet den anhaltenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus in einer Volkswirtschaft. Das bedeutet: Mit der Zeit bekommen Konsumenten für den gleichen Betrag weniger Waren oder Dienstleistungen, die Kaufkraft sinkt also. Ursachen können steigende Produktionskosten, erhöhte Nachfrage oder externe Einflüsse sein.

Der Verbraucherpreisindex misst derweil, wie sich die Preise für einen festgelegten Warenkorb typischer Alltagsausgaben, wie etwa für Lebensmittel, Miete, Energie oder Kleidung, im Zeitverlauf verändern. Er dient als zentrales Instrument zur Berechnung der Inflation und zeigt, wie stark die Lebenshaltungskosten für private Haushalte steigen oder fallen.

Die Kanaren werden bei der Inflation zwar zu einer Art „Ruhepol“ in Spanien, in der Lebensrealität vieler Menschen bleiben sie jedoch eine der am stärksten belasteten Regionen. Das zeigt die Notwendigkeit, differenziert auf die Werte zu blicken: Eine niedrige Inflationsrate sagt wenig über die tatsächliche Kaufkraft aus – insbesondere in strukturell benachteiligten Regionen wie den Kanarischen Inseln.


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Über den Autor

Kanaren-Paradoxon: Inflation sinkt, doch Einkaufen wird deutlich teurer

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Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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