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Donnerstag, 23. Juli 2026
Reiseführer La Palma

Santa Cruz de La Palma: 12 Sehenswürdigkeiten und Tipps

Santa Cruz de La Palma ist die Hauptstadt der Kanaren-Insel La Palma. Sie war im 16. Jahrhundert ein bedeutender Hafen im Amerikahandel. Dieser Reiseführer zeigt zwölf Sehenswürdigkeiten im kompakten Altstadtkern, die Geschichte sowie Hinweise zu Anreise und Lage.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Santa Cruz de La Palma ist die Hauptstadt der Kanaren-Insel La Palma. Sie stellte im 16. Jahrhundert einen der wichtigsten Amerika-Häfen Spaniens.
  • Der kompakte Altstadtkern versammelt zwölf Sehenswürdigkeiten, darunter das Renaissance-Rathaus, die Hauptkirche El Salvador, die Festung Castillo de Santa Catalina und eine nachgebaute Karavelle.
  • Reisende erreichen die Stadt über den acht Kilometer entfernten Flughafen La Palma (4,5 Stunden von Deutschland aus) oder mit der Fähre von Los Cristianos auf Teneriffa (rund drei Stunden).
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Santa Cruz de La Palma ist die Hauptstadt der westlichen Kanaren-Insel La Palma und liegt an ihrer Ostküste. Die Stadt liegt eingezwängt zwischen dem Meer und den bewaldeten Hängen der Cumbres, so dass zwischen Küste und Bergen nur ein schmaler Uferstreifen bleibt und sich die Bebauung die Hänge hinaufzieht. Wir stellen Ihnen die Stadt genauer vor und geben Tipps. Das Inhaltsverzeichnis hilft beim navigieren:

Sehenswürdigkeiten in Santa Cruz de La Palma

Im 16. Jahrhundert war der Hafen einer der bedeutendsten des spanischen Reiches im Amerikahandel. Aus dieser Zeit stammen die Häuser mit den typisch kanarischen Holzbalkonen samt ihrer Schnitzmuster, die den Altstadtkern und seine Sehenswürdigkeiten prägen. Er wurde zum kunsthistorischen Baudenkmal erklärt.

Santa Cruz de La Palma Holzbalkone
Die typischen Holzbalkone in der Altstadt von Santa Cruz de La Palma.

Die Sehenswürdigkeiten von Santa Cruz de La Palma liegen fast alle im historischen Zentrum und sind bequem zu Fuß zu erreichen. Die beiden zentralen Achsen sind die Uferstraße Avenida Marítima und die parallel dazu verlaufende Calle O’Daly. Dazwischen und in der näheren Umgebung befinden sich das Renaissance-Rathaus, die Hauptkirche, Klöster mit Museen, eine Festung aus schwarzem Lavagestein sowie eine nachgebaute Karavelle. Oberhalb der Hauptstadt liegt die Wallfahrtskirche Virgen de las Nieves.



Karte: Stadtplan mit Sehenswürdigkeiten

Die folgende Karte zeigt die zwölf beschriebenen Sehenswürdigkeiten von Santa Cruz de La Palma mit ihren Kartennummern. Die meisten Ziele befinden sich im kompakten Altstadtkern nahe der Küste. Nur die Wallfahrtskirche Virgen de las Nieves liegt rund fünf Kilometer oberhalb der Stadt:

Stadtplan Santa Cruz de La Palma mit Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten in Santa Cruz de La Palma. Grafik: Teneriffa News

Avenida Marítima in Santa Cruz

Die Avenida Marítima (Nummer 1 auf der Karte) ist die Hauptdurchgangsstraße. Sie verläuft direkt am Ufer. Bebaut ist sie ausschließlich auf der Landseite. Dort stehen alte Häuser im kanarischen und kolonialen Stil mit kunstvoll verzierten Holzbalkonen. Zur Seeseite blieb die Straße frei. Dort wurde ab 2017 der Stadtstrand angelegt.

Calle O’Daly (Calle Real)

Die Calle O’Daly, auch als Calle Real bekannt (Nummer 2 auf der Karte), verläuft parallel zur Avenida Marítima. An ihr befinden sich das Rathaus, die Plaza de España sowie Geschäfte und Restaurants. Wer Santa Cruz besucht, muss diese Straße in seine Tour mit einplanen.

Plaza de España

An der Plaza de España (Nummer 3 auf der Karte) befinden sich das Renaissance-Rathaus und die Hauptkirche El Salvador. In der Mitte des Platzes steht eine 1895 gegossene und zwei Jahre später errichtete Bronzestatue des Pfarrers Manuel Díaz Hernández, der von 1774 bis 1863 lebte.

Santa Cruz de La Palma Plaza de España
Die Plaza de España in La Palmas Hauptstadt Santa Cruz.

Iglesia Matriz de El Salvador

Die Hauptkirche El Salvador (Nummer 4 auf der Karte) entstand Anfang des 16. Jahrhunderts und wurde nach 1553 neu errichtet. Sie verfügt über drei Schiffe mit Kassettendecken im Mudéjar-Stil sowie über ein Renaissance-Portal. Die Bajada de la Virgen (Herabkunft der Jungfrau) gilt als bedeutendstes religiöse Fest der Kanaren-Insel. Sie reicht bis ins Jahr 1676 zurück. Alle fünf Jahre wird die Schutzpatronin der Insel, die Virgen de las Nieves, in einer Prozession hinunter in die Hauptstadt getragen (mehr dazu unten).

Das Rathaus von Santa Cruz de La Palma

Das Rathaus an der Plaza de España (Nummer 5 auf der Karte) wurde zwischen 1559 und 1563 errichtet. Der Renaissancebau gilt als ein herausragendes Beispiel des plateresken Architekturstils.

Santa Cruz de La Palma Rathaus
Das Rathaus von Santa Cruz de la Palma.

Casa Salazar

Die Casa Salazar (Nummer 6 auf der Karte) zählt zu den historischen Herrenhäusern der Altstadt. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1664. Die Casa Salazar befindet sich im kunsthistorisch geschützten Zentrum von Santa Cruz de La Palma. Anfang 2006 brannte das Gebäude mit seinen Kunstschätzen ab. Das Stadtpalais war einst Residenz der Grafen von El Valle de Salazar. Die Fassade wurde von Juan González de Castro Illada entworfen. Das Stadtpalais errichteten 1681 die Steinmetze Juan Lizcano und Andrés Rodríguez Bello.

Convento de San Francisco / Museo Insular de Bellas Artes

Das frühere Franziskanerkloster Convento de San Francisco (Nummer 7 auf der Karte) ist heute Sitz des Inselmuseums Museo Insular beziehungsweise des Museo Insular de Bellas Artes. Im städtischen Museum der schönen Künste (1917) gibt es allerlei aus der Naturkunde sowie der Volks- und Heimatkunde zu sehen. Außerdem ist das Kloster selbst sehenswert. Der Eintritt kostet gut vier Euro.

Museo Naval (Barco de la Virgen)

An der Plaza de La Alameda (Nummer 8 auf der Karte) steht eine in Originalgröße nachgebaute Karavelle namens Santa Maria, die auch als Barco de la Virgen bekannt ist. Sie wurde zunächst aus Holz und Stein errichtet und später in Beton neu gebaut. Seit 1975 beherbergt sie das Schifffahrtsmuseum Museo Naval.

Castillo de Santa Catalina

Die Festung Castillo de Santa Catalina (Nummer 9 auf der Karte) wurde 1692 aus schwarzem Lavagestein nach einem Entwurf des Baumeisters Leonardo Torriani aus dem Jahr 1585 errichtet. Bis 1808 diente sie militärischen Zwecken und wurde am 22. Juni 1951 zum nationalhistorischen Denkmal erklärt.

Ermita San Sebastián

Die Ermita San Sebastián (Nummer 10 auf der Karte) ist eine Kapelle im Stadtgebiet von Santa Cruz de La Palma. Sie gilt als besonders schön und sehenswert. Sie beheimatet die Figur des Heiligen Sebastian. Er ist der Namenspatron des Stadtteils in Santa Cruz de La Palma. Die Kapelle hält außerdem Figuren der Heiligen Katharina von Alexandrien sowie weiterer Skulpturen aus Mexiko, Kuba und Andalusien vor.

Playa de Santa Cruz de La Palma

Der Stadtstrand (Nummer 11 auf der Karte) befindet sich auf der Seeseite der Avenida Marítima und wurde ab 2017 angelegt. Damit liegt er direkt am historischen Zentrum. Wer eine kleine Pause benötigt, kann dort besonders entspannt verweilen.

Wallfahrtskirche Virgen de las Nieves

Die Wallfahrtskirche Virgen de las Nieves (Nummer 12 auf der Karte) befindet sich im Ort Las Nieves, etwa fünf Kilometer oberhalb von Santa Cruz. Sie beherbergt das Gnadenbild der Schutzpatronin der Insel, eine kleine Madonna aus Terrakotta aus dem 14. Jahrhundert. Der Name geht der Legende nach auf ein Ereignis aus dem Jahr 1646 zurück, als sich ein Vulkan beruhigte, weil die Jungfrau es schneien ließ.

Alle fünf Jahre wird das Gnadenbild bei der Bajada de la Virgen de las Nieves inzwischen am zweiten Samstag im Juli in einer Prozession rund 6,5 Kilometer bergab zur Kirche El Salvador getragen und am 5. August zurückgebracht.

Santa Cruz de La Palma: Geschichte der Hauptstadt

La Palma wurde ab der Mitte des ersten Jahrtausends vor Christus besiedelt. Dauerhafte Siedlungen und Beziehungen zum Mittelmeerraum sind seit dem 3. Jahrhundert vor Christus nachgewiesen. Die Ureinwohner waren die Benahoaritas, die die Insel Benahoare nannten. 1922 wurde oberhalb der Stadt an der Fundstelle La Erita eine große Zahl von Petroglyphen entdeckt, vermutlich eine bedeutende Kultstätte der Benahoaritas.

Im 15. Jahrhundert eroberte Kastilien La Palma im Auftrag des Königspaares Isabella und Ferdinand. Die Eroberung begann am 29. September 1492, als Alonso Fernández de Lugo am Strand von Tazacorte an Land ging. Am 3. Mai 1493, dem Tag der Kreuzauffindung, gründete er die Stadt Santa Cruz de La Palma, auch Villa de Apurón genannt. Ob sich hier die altkanarische Siedlung Apunyon oder Apurón befand, ist umstritten.

1508 erhielten die Kanaren das Privileg des freien Warenverkehrs mit Amerika. Nahezu jedes Schiff von Kastilien nach Amerika legte auf den Inseln einen Zwischenstopp ein. Im 16. Jahrhundert erhielt La Palma nach Antwerpen und Sevilla als dritte Hafenstadt das königliche Privileg, mit Amerika Handel zu betreiben.

Santa Cruz de La Palma entwickelte sich zu einem der wichtigsten Häfen des spanischen Reiches. Der wirtschaftliche Schwerpunkt lag zunächst auf der Zuckerproduktion für den Export nach Frankreich, England, Flandern, Holland, Hamburg, auf die Iberische Halbinsel und nach Genua. Weitere Exportgüter waren Wein, Pech und Holz. Im Laufe der Jahrhunderte verdrängte der Weinexport den Zucker. Der süße palmerische Malvasier war bis ins 19. Jahrhundert besonders in England geschätzt. Wegen des reichlich vorhandenen Holzes spielte auch der Schiffbau eine wichtige Rolle.

Auch Schmuggel Teil von Santa Cruz de La Palma

Im 16. und 17. Jahrhundert gehörte der Schmuggel zum Alltag. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts lebten viele portugiesische, flämische, französische und genuesische Kaufleute in der Stadt. 1564 ließ König Philipp II. im Hafen den ersten Juzgado de indias einrichten, ein Registergericht für den Amerikahandel als Ergänzung zur Casa de Contratación in Sevilla.

Der Wohlstand zog Angreifer an. Am 21. Juli 1553 überfielen sieben Schiffe einer Piratenflotte unter dem französischen Kapitän François Le Clerc, genannt Pie de Palo oder Jambe de Bois, Holzbein, die Stadt. Mehr als 500 Piraten landeten, plünderten und steckten die Stadt bei ihrem Abzug am 1. August in Brand. 1584 schickte Philipp II. den italienischen Festungsbaumeister Leonardo Torriani nach La Palma, um die Verteidigung zu verbessern. Im November 1585 versuchte Francis Drake mit rund 30 Schiffen und mehr als 2000 Mann eine Landung im Hafen. Der Angriff wurde abgewehrt.

Der Niedergang setzte 1657 ein: Ein Erlass verpflichtete alle Amerika-Schiffe, sich auf Teneriffa zu registrieren und dort Abgaben zu zahlen, was den Handel im Hafen nahezu zum Erliegen brachte. König Karl III. gab 1778 den Amerikahandel für alle spanischen Häfen frei, doch Santa Cruz de La Palma erholte sich nie vollständig von der Krise. Ab dem 19. Jahrhundert bot der großflächige Bananenanbau einen Ausweg.

Die Stadt ist heute mehr als 500 Jahre alt und lebt von der Tradition. Ihre Atmosphäre gilt als eher verschlafen und gelöst.

Santa Cruz de La Palma: Anreise per Flugzeug und Fähre

Der Flughafen La Palma (SPC) liegt rund acht Kilometer südlich von Santa Cruz und wurde 1970 eröffnet. Iberia bietet Linienflüge ab Madrid an, Binter Canarias verbindet die Nachbarinseln. Auch aus Deutschland wird La Palma angeflogen, die reine Flugzeit beträgt etwa 4,5 Stunden.

Vom Fährhafen von Santa Cruz fährt Fred. Olsen Express nach Los Cristianos auf Teneriffa. Die Überfahrt dauert bei normalem Seegang knapp drei Stunden. Der Handelshafen ist wirtschaftlich von großer Bedeutung. Dort befindet sich auch ein Schwerölkraftwerk. Der Kreuzfahrthafen liegt direkt in der Stadt und wird von zahlreichen Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Ein kostenloser Shuttlebus bringt Besucher vom Schiff zum Hafenausgang.

In Santa Cruz befand sich zudem früher ein Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland, allerdings erfolgte ein Umzug nach Los Llanos de Aridane.

Santa Cruz de La Palma: Klima und Lage an der Ostküste

Der durchschnittliche jährliche Niederschlag in Santa Cruz beträgt zwischen 200 und 330 mm. Auch deshalb gilt das Umland wie die gesamte Insel als grün. Die Stadt befindet sich unterhalb der bewaldeten Berghänge von Cumbre Nueva und Cumbre Vieja. In trockenen und heißen Phasen steigt auch dort trotz der „Grünen Lunge“ immer wieder zeitweise die Waldbrandgefahr.

Santa Cruz de La Palma: Weitere historische Bauten der Altstadt

Neben den Hauptzielen wird das Stadtbild von weiteren historischen Bauten geprägt. Die Iglesia Santo Domingo entstand 1530 gemeinsam mit dem Dominikanerkloster San Miguel de las Victorias als dreischiffige Kirche im Mudéjar-Stil. Ihr Glockenturm stammt aus dem Jahr 1701. Das Teatro Circo de Marte ist ebenfalls sehenswert.

Häufige Fragen: Santa Cruz de La Palma in Kürze

Wie komme ich nach Santa Cruz de La Palma?

Sie erreichen die Stadt über den Flughafen La Palma (SPC), der rund acht Kilometer südlich liegt. Die Flugzeit von Deutschland beträgt etwa 4,5 Stunden. Alternativ verkehrt Fred. Olsen Express in rund drei Stunden von Los Cristianos auf Teneriffa zum Fährhafen von Santa Cruz.

Welche Museen gibt es?

Das Museo Insular ist im ehemaligen Franziskanerkloster Convento de San Francisco untergebracht. Das Museo Naval befindet sich in der nachgebauten Karavelle Santa Maria an der Plaza de La Alameda und besteht seit 1975.

Warum war Santa Cruz de La Palma historisch so bedeutend?

Im 16. Jahrhundert erhielt La Palma nach Antwerpen und Sevilla als dritte Hafenstadt das königliche Privileg, Handel mit Amerika zu treiben. Santa Cruz entwickelte sich zunächst mit dem Export von Zucker, später von Wein, zu einem der wichtigsten Häfen des spanischen Reiches. 1564 richtete Philipp II. hier den ersten Juzgado de indias ein.

Was ist die Bajada de la Virgen?

Alle fünf Jahre wird das Gnadenbild der Virgen de las Nieves, eine Terrakottafigur aus dem 14. Jahrhundert, am 15. Juli in einer Prozession rund 6,5 Kilometer von der Wallfahrtskirche in Las Nieves hinab in die Kirche El Salvador getragen und am 5. August zurückgebracht.

Lohnt sich der Altstadtkern zu Fuß?

Ausnahmslos ja. Der Altstadtkern wurde zum kunsthistorischen Baudenkmal erklärt und ist kompakt: Die Ziele liegen entlang der Avenida Marítima und der parallel verlaufenden Calle O’Daly sowie rund um die Plaza de España allesamt nah beieinander. Lediglich die Wallfahrtskirche Virgen de las Nieves liegt oberhalb der Stadt etwas abseits.

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