Zum Inhalt springen
Dienstag, 9. Juni 2026
Teneriffa

Boot-Chaos vor Teneriffa: Arona will jetzt durchgreifen

Vor dem Badestrand Las Vistas in Los Cristianos ankern immer mehr Freizeitboote. Die Stadtverwaltung von Arona sieht Sicherheit, Hygiene und Umweltschutz gefährdet. Vier Behörden sollen eingreifen. Was die Gemeinde fordert.

Die Stadtverwaltung von Arona kritisiert das massenhafte Anken von Freizeitbooten vor dem Strand Las Vistas in Los Cristianos öffentlich. Am Dienstag forderte das Rathaus formell das Eingreifen von vier zuständigen maritimen und Küstenbehörden. Nach Angaben der Gemeinde betrifft die Lage einen der meistgenutzten Strände im Süden Teneriffas.

Bürgermeisterin Fátima Lemes Reverón bezeichnete die Situation als „nicht haltbar“. Ferner sagte sie: „Wir leiden seit mehreren Jahren unter diesem Zustand. Wir können ein Szenario nicht normalisieren, das einen der symbolträchtigsten Orte der Gemeinde betrifft, der für die Bewohner und Besucher von Bedeutung ist.“ Die Bürgermeisterin verwies darauf, dass die Ordnung und Kontrolle von Ankerplätzen in Meeresgewässern nicht in die Zuständigkeit der Stadtverwaltung falle, sondern den übergeordneten Behörden obliege.

Auslöser des Vorstoßes sind neue Bürgerhinweise samt Bildmaterial, die in den vergangenen Tagen bei der Stadtverwaltung eingegangen waren und den Sättigungszustand des Ankerbereichs dokumentieren. Die Bedenken beschränken sich laut Gemeinde nicht auf das Erscheinungsbild, sondern betreffen Sicherheit, Hygiene und Umweltschutz an einem Strand mit intensiver Nutzung. Welche konkreten Schritte die Gemeinde von den Behörden verlangt, legte sie in einem detaillierten Forderungskatalog dar.

Teneriffa: Arona wehrt sich gegen Boot-Chaos

Das Rathaus richtet seine Forderung an die Hafenkapitänei von Santa Cruz de Tenerife, an die Generaldirektion für Küsten und Verwaltung des kanarischen Meeresraums, an die Hafenbehörde von Santa Cruz sowie an den Provinz-Seedienst der Guardia Civil. Verlangt werden eine klare Abgrenzung genehmigter Ankerzonen, eine wirksame Kontrolle der Sicherheitsabstände und der Betonnung (Kennzeichnung von Schifffahrtswegen) sowie eine verstärkte Überwachung bei hohem Andrang.

Der Katalog umfasst zudem regelmäßige Inspektionen, die Identifikation dauerhaft ankernder Schiffe und die Einleitung von Sanktionsverfahren bei Verstößen gegen Sicherheits-, Navigations- oder Umweltschutznormen.

Die erste Bürgermeister-Stellvertreterin und Umweltstadträtin, Clari Pérez, stellte heraus, dass man nicht gegen die Freizeitschifffahrt vorgehen wolle: „Wir sprechen über Sicherheit, über Umweltschutz und über den Respekt vor einem der symbolträchtigsten und empfindlichsten Bereiche unserer Küste.“

„Es geht nicht darum, gegen die Freizeitschifffahrt vorzugehen, sondern darum, Ordnung zu schaffen, die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten und das Gemeinwohl zu schützen“, schloss die für Umwelt zuständige Lokalpolitikerin. Teneriffas Inselverwaltung hat bislang nicht auf die Forderungen aus Arona und Los Cristianos reagiert.

Kommentare

Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Kommentieren ist Teneriffa-News-Mitgliedern vorbehalten. Jetzt anmelden oder Mitglied werden.