Es liegt genau zwischen Hafen und Eingang in die Altstadt. Entsprechend beliebt ist das Parkhaus an der Plaza España in Teneriffas Hauptstadt Santa Cruz. Seit sechs Monaten muss das Bauwerk mit metallischen Stützpfeilern gesichert werden. Damit bestehen dieselben Mängel nahezu unverändert fort. Sichtbare Maßnahmen beschränken sich auf Absperrgitter in beschädigten Bereichen und Holzplatten an der Decke.
Im Januar wurde der Zustand der Tiefgarage erstmals dokumentiert. Bei einer Besichtigung am Sonntag zeigten sich die Schäden weitgehend unverändert: Die Deckenverkleidung ist beschädigt, das Erscheinungsbild des Parkhauses abgenutzt.
Der Vertrag verpflichtet das Unternehmen, die Anlage in einwandfreiem Zustand zu halten und die Sicherheit von Nutzern und Fahrzeugen jederzeit zu gewährleisten. Vorgeschrieben sind ein Betrieb rund um die Uhr an 365 Tagen pro Jahr. Zudem muss die Anlage bei Vertragsende im Zustand des Übergabeprotokolls zurückgegeben werden. Doch davon ist man derzeit weit entfernt:
Bußgelder bis 60.000 Euro im Parkhaus-Vertrag möglich
Bei besonders schweren Verstößen sieht der Vertrag Bußgelder von bis zu 60.000 Euro vor. Als solche zählen fehlende Instandhaltung und mangelnde Sicherheitsmaßnahmen. Carlos Tarife, Stadtrat für öffentliche Dienstleistungen, wurde im Mai im Stadtparlament gefragt, ob bereits ein Verfahren gegen das Konzessionsunternehmen eingeleitet wurde. Er antwortete allgemein und nannte keine konkreten Schritte.
Vor rund einer Woche sagte Tarife dann: „Wenn die städtischen Dienststellen einen Vertragsverstoß feststellen, werden selbstverständlich die entsprechenden Verfahren eingeleitet.“ Die Situation des Parkhauses war bereits Gegenstand mehrerer Anträge und Anfragen im Stadtparlament.
Santa Cruz: Parkhaus wird an Stadt-Tochter übergeben
Ab Juli soll jetzt das städtische Unternehmen Viviendas Municipales die Verwaltung der Anlage übernehmen. Die bisherige Verwaltungskonzession ist nahezu abgelaufen und befindet sich derzeit in der Verlängerungsphase. Doch die wird wohl nicht eintreten. Für Auskünfte zu dem Fall verwies die Stadtverwaltung entsprechend bereits auf die städtische Tochter.
Von dort hieß es nun auf Anfrage, man arbeite derzeit an administrativen Aspekten und habe die Verwaltung des Parkhauses noch nicht übernommen. Mit anderen Worten: Wer die Tiefgarage an der Plaza España derzeit nutzt, trifft weiterhin auf abgestützte Decken und Absperrgitter, statt auf ein repräsentatives Umfeld für den großen Platz zwischen Hafen und Altstadt. Doch zumindest in Zukunft dürfen deutliche Verbesserungen erwartet werden.















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