Vier Boote aus Senegal, Gambia und Mauretanien haben am Donnerstag El Hierro erreicht. Rund fünfzig Menschen waren an Bord. Schon am Freitag lief vor der Insel die Rettung zweier weiterer Boote.
Kanaren-Präsident Fernando Clavijo verlangt deshalb eine Sitzung des Sicherheitsausschusses der spanischen Regierung. Drei Anträge auf Einberufung seien gestellt worden, sagte er in Teguise auf Lanzarote. Aus Madrid komme trotz aller Warnungen keine Reaktion. Der jüngste Anstieg der Bootsankünfte treffe vor allem die Gesundheitsversorgung auf El Hierro.
Clavijo verwies auf Warnungen, die er bereits vor fast einem Jahr ausgesprochen habe. Mit dem Inkrafttreten des Europäischen Migrations- und Asylpakts könne ein erneuter Anstieg der Ankünfte die Kanaren in genau diese Lage bringen. Auch mehr Personal für die Seenotrettung habe er damals verlangt.
Bootsankünfte: Clavijo kritisiert fehlende medizinische Vereinbarungen
Der Staat habe keine nötigen Vereinbarungen für die medizinische Versorgung der Ankommenden geschaffen, warf Clavijo der spanischen Regierung vor. Viele Migranten kämen in sehr schlechtem Gesundheitszustand an die Küsten, auf El Hierro teils am Rande des Todes. Das sei weder den Kanarios noch diesen Menschen gegenüber fair. Spanien dürfe sich als Land nicht so zeigen.
Bis zu den Parlamentswahlen am 29. November verfüge die geschäftsführende Regierung über sämtliche Befugnisse, erklärte Clavijo. Ihre Nachlässigkeit könne er sich nur mit dem Wahlkampf erklären. Der dürfe aber weder zulasten der Kanaren noch der Migranten gehen.
















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