Ángel Víctor Torres hat von der PP Klarheit über ihren künftigen Umgang mit Migranten auf den Kanaren verlangt. Der Vorsitzende der kanarischen PSOE und Minister für Territorialpolitik forderte die Partei am Freitag auf, ihre Pläne noch vor den Wahlen offenzulegen. Er warf ihr vor, den Kanarios zu verschweigen, dass ankommende Migranten die Inseln nicht verlassen sollten.
Seit dem 1. Oktober erreichten fast 10.000 Migranten die Kanarischen Inseln in kleinen Booten und Cayucos (kanuartige Boote). Besonders betroffen war El Hierro. Torres sprach am Sitz der PSOE in Las Palmas de Gran Canaria von einer erneuten humanitären Krise, die eine Reaktion der Institutionen verlange.
Nach seiner Einschätzung blieben unter einer PP-Regierung sowohl Erwachsene als auch Minderjährige auf den Kanaren. Den kanarischen PP-Vorsitzenden Manuel Domínguez beschuldigte er, die Inseln verraten zu haben. Den Grund sah er in einer Abstimmung im Kongress.
Kanaren: PP stimmt gegen Verteilung Minderjähriger
Dort stimmten die PP-Abgeordneten gegen eine Gesetzesreform, die eine Verteilung der aufgenommenen Minderjährigen ermöglicht. Torres würdigte zugleich den seit Wochen dauernden Einsatz der Rettungskräfte und dankte ihnen.
Der Minister kündigte eine baldige Reise nach El Hierro an. Für Montag war ein Besuch des Regierungsbeauftragten Anselmo Pestana vorgesehen. Torres erklärte, er stehe mit dem Präsidenten der Inselverwaltung von El Hierro, Alpido Armas von der PSOE, seinen Kollegen in der spanischen Regierung und dem kanarischen Regierungspräsidenten Fernando Clavijo von der CC «in ständigem Kontakt».
Migration: Torres pocht auf Völkerrecht und Menschlichkeit
Torres kritisierte Politiker, die Todesfälle im Meer bedauerten, Ankommende und selbst Minderjährige aber als Eindringlinge bezeichneten und Mauern auf dem Meer forderten. Humanitäre Verpflichtungen und das Völkerrecht müssten die Grundlage des Handelns bilden. Menschen ohne Anspruch auf internationalen Schutz würden zurückgeschickt.
Die Behauptung, alle auf den Kanaren oder in Ceuta ankommenden Migranten könnten von heute auf morgen zurückgeführt werden, nannte Torres eine Lüge. Er sagte: «Das ist Populismus, Demagogie, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Wir müssen Menschen wie Menschen behandeln, denn das sind sie»
















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