Die Regierung der Kanaren verteilt sieben Millionen Euro Förderung für Migration und soziale Inklusion an Projektträger. Zwei weitere Beschlüsse in derselben Ausgabe des Amtsblatts betreffen eine Stromleitung in San Bartolomé de Tirajana auf Gran Canaria und die Bauaufsicht in La Frontera auf El Hierro.
Die Generaldirektion für Soziale Dienste und Migration vergibt die Förderung endgültig, die Liste der Empfänger steht im Amtsblatt der Kanaren. Die Ausschreibung begann am 18. Juni. Für den Bereich Migration sind 1.250.000 Euro vorgesehen. Den größten Anteil erhält mit 4.317.173,04 Euro die Förderlinie 2.1, die Menschen in Ausgrenzungssituationen betreut und sozial einbindet. Sie wächst um 67.173,04 Euro, die aus der Linie 2.2 stammen. Für kommunale Inklusionspläne der Linie 2.2 bleiben 232.826,96 Euro, auf die Linie 2.3 entfallen 1.200.000 Euro. Je nach gewählter Zahlungsform fließt das Geld vorab oder erst nach dem Nachweis der Ausgaben. Bei Vorauszahlung haben die Träger nach Projektende zwei Monate Zeit für den Nachweis, bei Zahlung nach Nachweis einen Monat.
Im Verfahren prüfte die Generaldirektion 47 Einwendungen: Zwei gab sie vollständig statt, neun teilweise, 36 wies sie ab. Anträge, die wegen ausgeschöpfter Mittel leer ausgingen, stehen auf Reservelisten, geordnet nach Bereichen und Förderlinien. Der Verein Rehoyando mit 60.000 Euro und die Stiftung Canaria Farrah mit 26.624,96 Euro müssen ihre geänderte Förderung bis zum 20. November ausdrücklich über die elektronische Plattform annehmen. In derselben Frist von zehn Arbeitstagen passen 13 Träger mit Teilförderung ihre Finanzierungsplanung an die bewilligte Summe an.
Gran Canaria: Neue 66-kV-Stromleitung genehmigt
Die Generaldirektion Energie genehmigt eine 66-kV-Leitung zwischen den Umspannwerken Santa Águeda und El Tablero, die beide in San Bartolomé de Tirajana liegen. Red Eléctrica de España stellte den Antrag am 14. November 2023. Von der 10,304 Kilometer langen Trasse verlaufen 5,233 Kilometer oberirdisch an 17 Metallmasten und 5,071 Kilometer unter der Erde. Das Projekt kostet 4.639.283 Euro. Die Regierung erklärt das Vorhaben für öffentlich nützlich. Damit kann Red Eléctrica benötigte Grundstücke und Rechte im Eilverfahren in Anspruch nehmen.
Einwendungen zu betroffenen Grundstücken, Dienstbarkeiten und Wasseranlagen gingen während der öffentlichen Auslegung ein, außerdem forderten Beteiligte, einen größeren Teil der Leitung unter die Erde zu legen. Die Stadtverwaltung von San Bartolomé de Tirajana hielt den Freileitungsabschnitt in diesem Jahr für vereinbar mit dem Planungsrecht, lehnte aber den unterirdischen Verlauf durch erschlossenes und städtisches Gebiet ab. Vor Baubeginn muss Red Eléctrica Sicherheiten für mögliche Schäden bei Dritten hinterlegen. Die Inbetriebnahme muss das Unternehmen spätestens 24 Monate nach Zustellung der Genehmigung beantragen. Die Einzelheiten stehen im Beschluss.
La Frontera: Agentur übernimmt Ahndung schwerster Bauverstöße
Die Stadtverwaltung von La Frontera gehört ab sofort der Kanarischen Agentur für den Schutz der Natur an. Sie überträgt ihr Kontrollen, Sanktionen und die Wiederherstellung bei sehr schweren Verstößen gegen das Bau- und Raumordnungsrecht auf landwirtschaftlich oder ländlich geprägtem Boden ohne detaillierte Planung. Der Gemeinderat stimmte dem Beitritt am 30. Juli zu. Die Vereinbarung gilt vier Jahre und lässt sich um bis zu vier weitere Jahre verlängern.
Die Agentur kontrolliert und sanktioniert für ihre Mitglieder gemeinsam im Umwelt-, Naturraum- und Baurecht und unterstützt die beteiligten Verwaltungen. Für 2026 zahlt La Frontera 6677,65 Euro in den Haushalt der Agentur, fällig binnen eines Monats. Bereits laufende Verfahren führt die Gemeinde grundsätzlich selbst weiter, sie kann die Agentur aber um Übernahme bitten.
















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