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Freitag, 9. Oktober 2026
Kanaren

Jugendförderung, Solarstrom, Küstenschutz: Das wollen die Kanaren ändern

Die Kanaren fördern Projekte für arbeitslose Jugendliche mit knapp zwei Millionen Euro. Weitere Entscheidungen betreffen eine Solaranlage in Arona, den Küstenschutz in La Oliva und ein Hochschulprojekt.
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  • Die kanarische Generaldirektion für Jugend fördert Projekte für arbeitslose Jugendliche mit rund 1,98 Millionen Euro, 31 von 32 zugelassenen Einrichtungen nahmen die Mittel an.
  • Iberdrola Renovables Canarias darf in Arona die Photovoltaikanlage La Estrella mit 4,5 Megawatt trotz Kritik der Stadt und der Inselverwaltung errichten.
  • La Oliva und das kanarische Ministerium renaturieren auf Fuerteventura 50 Hektar Küste als Ausgleich für vier Hektar Urbanisierung in einer Vogelschutzzone.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Die Generaldirektion für Jugend hat angekündigt, Projekte für arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene auf den Kanaren zu fördern. Geplant sind knapp zwei Millionen Euro. Weitere Entscheidungen der kanarischen Regierung betreffen eine Solaranlage in Arona, den Naturschutz in La Oliva und ein Hochschulprojekt auf Gran Canaria.

Von den ursprünglich 32 zugelassenen Einrichtungen legten 31 ihre Annahmeerklärung und die erforderlichen Unterlagen vor. Damit können verschiedene Förderungen ausgezahlt werden. Die Entscheidung steht im Amtsblatt der Kanaren.

Arbeitsverträge, Sozialversicherungsanmeldungen und weitere Belege müssen die geförderten Einrichtungen spätestens bis zum 10. November elektronisch einreichen. Die Verträge dürfen nicht länger als zwölf Monate laufen. Nach Prüfung der Unterlagen zahlt die Generaldirektion die Förderung vollständig im Voraus. Drei weitere Entscheidungen gelten einem Energieprojekt auf Teneriffa, einer Ausgleichsfläche auf Fuerteventura und der Arbeit mit Studierenden auf Gran Canaria:

Arona: Solaranlage darf trotz Kritik gebaut werden

In Arona auf Teneriffa darf Iberdrola Renovables Canarias die Photovoltaikanlage «La Estrella» mit 4,5 Megawatt errichten. Die Stadtverwaltung von Arona erklärte das Projekt noch am 8. Mai für unvereinbar mit ihrer Planung. Der Grund: Die Anlage soll auf landwirtschaftlich geschütztem Boden entstehen. Kritik kam auch von der Inselverwaltung Teneriffas – unter anderem wegen Erdarbeiten.



Geplant sind 7743 Solarmodule und 13 String-Wechselrichter. Die geschätzte Jahresproduktion beträgt 9997 Megawattstunden. Nach Angaben der Kanaren-Regierung fließen mehr als 3,4 Millionen Euro in das Projekt, das jährlich 6189 Tonnen CO2 einsparen soll. Der Beschluss ist hier einsehbar.

Fuerteventura: La Oliva renaturiert 50 Hektar Küste

Das Ministerium für Raumordnung, territorialen Zusammenhalt und Wasser der Kanaren-Regierung und die Stadtverwaltung von La Oliva haben sich darauf verständigt, das Gebiet SAU-8 Costa del Faro ökologisch wiederherzustellen. Seit dem 17. Juni gilt die einhergehende Vereinbarung. Vorhandene Straßen sollen verschwinden, die Zufahrt zum Faro del Tostón wiederhergestellt und das ursprüngliche Geländeprofil rekonstruiert werden.

Damit werden vier Hektar der Urbanisierung Origo Mare in der Vogelschutzzone an Fuerteventuras Nordküste ausgeglichen. Innerhalb derselben Schutzzone werden 50 Hektar desselben Lebensraumtyps wieder hergestellt. Die Stadtverwaltung von La Oliva bereitet Genehmigungen, Flächenbereitstellung, Bauleitung und Sicherheitskoordination vor. Das Ministerium übernimmt die Arbeiten selbst oder vergibt sie. Die Vereinbarung läuft vier Jahre und kann danach um weitere vier Jahre verlängert werden. Hier lässt sich die Regelung nachlesen.

Gran Canaria: Uni Las Palmas ändert Migrations-Projekt

Team und einzelne Maßnahmen des Projekts «Universidad refugio: migraciones, género e inclusión» werden geändert. Zuständig sind neben der Politik auch die Stiftung Fundación Canaria Universitaria de Las Palmas. Für das Projekt stehen 40.000 Euro zur Verfügung. Es richtet sich vor allem an Studierende mit Migrationshintergrund im ersten und zweiten Studienjahr.

Die Universität von las Palmas untersucht Barrieren rund um den Zugang und während des Studiums. Es sollen Fortbildungsmaterialien entstehen, zudem ein 25-stündiger Blended-Learning-Kurs, für den es einen ECTS-Punkt gibt. Diese steuern europaweit die Anerkennung von Arbeitsaufwänden im Studium.

Vorgesehen ist außerdem eine Kampagne gegen Rassismus innerhalb der Universitätsgemeinschaft. Laut den angeführten Daten sind mehr als zwölf Prozent der auf den Kanaren lebenden Bevölkerung ausländischer Herkunft. Auf Fuerteventura und Lanzarote liegt der Anteil bei 20 Prozent. Die Projektänderung ist hier dokumentiert.

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