Die Kreuzfahrt zu den Kanaren dauerte nur wenige Minuten. Schon kurz nach dem Ablegen ist die Mein Schiff 3 noch in Bremerhaven mit zwei Frachtern kollidiert. Eigentlich sollte das Kreuzfahrtschiff der Reederei Tui Cruises zu den Kanarischen Inseln übersetzen. Doch bei Sturm misslang das Ablegemanöver.
«Ich glaube, das war es mit unserer Reise», sagt eine Frau auf einem der zahlreichen Videoclips. Im Netz ist das missglückte Ablegemanöver auf vielen Plattformen und in sozialen Netzwerken aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Und die Reisende sollte recht behalten: Die Mein Schiff 3 hat großen Schaden genommen. Die Kreuzfahrt über den Atlantik muss vorerst abgesagt werden.
Grund für den Unfall ist starker Wind. Das Unwetter hatte viele Reedereien dazu bewogen, ihre Reisen früher zu starten als geplant. Noch schnell vor dem Sturm sollte in See gestochen werden. Der Mein Schiff 3 gelang das rechtzeitige Auslaufen hingegen nicht. Das Schiff wurde von den Böen dominiert. Die kleinen Lotsenboote versuchten zwar alles, konnten die Kollision jedoch nicht mehr verhindern.
Unfall in Bremerhaven: Sturm drückt Mein Schiff 3 in Frachter
2428 Passagiere waren an Bord des Schiffes der Tui-Tochter. Der Aufprall mit den beiden Containerschiffen, die in Bremerhaven gerade be- und entladen wurden, war so heftig, dass das Schiff seitlich regelrecht aufgeschlitzt wurde.
Eigentlich sollte es am Sonntagabend in den Süden starten, doch daraus wird vorerst nichts. Die Polizei berichtet, dass eine starke Sturmböe das riesige Schiff erfasste. Die Höhe der Mein Schiff 3 wirkte dabei wie ein Segel. Der Schaden an dem Kreuzfahrtschiff sei «erheblich», berichten die Ermittler. An einem der beiden Frachter entstand lediglich ein kleinerer Schaden an den Containeraufhängungen an der Backbordseite, also links. Auf mehreren Metern, doch weit genug oberhalb der Wasserkante, wurde es ebenfalls aufgeschlitzt.
«Zeitlose» Kanaren-Kreuzfahrt muss vorerst warten
Zusammen mit 922 Besatzungsmitgliedern musste das Kreuzfahrtschiff hingegen zurück ans Dock. Wie lange die Reparatur dauert, ist bislang unklar. Eine Absage der Kreuzfahrt sei hingegen unumgänglich gewesen, teilte Tui mit. Man bedaure es, doch es sei «die einzig verantwortungsvolle Entscheidung» gewesen.
Die auf unbestimmte Zeit ausgesetzte Reise trug den traurig-passenden passenden Namen «Zeitlose Kanaren». Geplant war eine 20-tägige Kreuzfahrt, die auf dem Weg verschiedene Stopps einlegen sollte. Auf den Kanaren sollte es nach La Gomera, Teneriffa, Lanzarote und Gran Canaria gehen, wo das Ende der Kreuzfahrt geplant war.
















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