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Teneriffa Nachrichten

Hautkrebs-Fälle auf Teneriffa steigen stark

Die Hautkrebsfälle auf Teneriffa haben sich seit 2016 verdreifacht. Verantwortlich ist laut Forschern vor allem die hohe UV-Belastung auf den Kanaren.

Die Kanaren weisen eine der höchsten Hautkrebs-Raten in Spanien auf. Ricardo Fernández de Misa von der Akademie für Dermatologie und Venerologie sagt, der größte Teil entfalle auf Basalzell- und Plattenepithelkarzinome. Melanome machen dagegen lediglich vier Prozent der Fälle aus.

Die Zahl der Hautkrebsfälle im Süden Teneriffas hat sich demnach zwischen 2016 und 2024 verdreifacht. Das berichtet „Diario de Avisos“. Als Hauptgrund wird die hohe UV-Strahlung auf den Kanarischen Inseln angegeben.

Nur gut jeder fünfte Einwohner Teneriffas nutzt laut Umfragen Sonnenschutzmittel. Das berichtet das Kollegium der Pharmazeuten. Initiativen wie die dritte Insel-Kampagne der Verwaltung von Teneriffa sollen Aufklärung liefern. Seit Donnerstag besuchen mobile Einheiten alle Gemeinden der Insel, um auf die Gefahren von fehlendem Sonnenschutz hinzuweisen.

UV-Strahlung auf den Kanaren ganzjährig hoch

Auf den Kanarischen Inseln stellt die kontinuierliche Sonneneinstrahlung ein erhebliches Risiko dar, da die UV-Werte das ganze Jahr über als hoch gelten. Natalia Rodríguez, Präsidentin des Krankenpflegeverbandes, sagt, die Notwendigkeit, die Haut zu schützen, sei enorm hoch.

Mehr als 4250 Hautkrebsfälle wurden allein im Jahr 2022 im Süden der größten Kanaren-Insel diagnostiziert. Teneriffas Präsidentin Rosa Dávila animierte zuletzt in öffentlichen Reden zur Prävention. Das Thema der Früherkennung müsse ins kollektive Bewusstsein gebracht werden. Annähernd jeder Fall von Hautkrebs könne bei rechtzeitiger Erkennung erfolgreich behandelt werden, sagte die Präsidentin.

Die Kampagne zur Aufklärung und zum Schutz vor Hautkrebs auf Teneriffa läuft vorerst bis November und soll das Bewusstsein der Bevölkerung stärken. Mit Unterstützung von Apothekern und Dermatologen können Betroffene rechtzeitig behandelt werden.

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