Für das Satellitenprojekt „Caelus“ gibt es ordentlich Geld vom Staat. Konkret hat die spanische Regierung dem Technologiepark auf Fuerteventura 10,6 Millionen Euro bewilligt. Fließen soll das Geld in die Entwicklung fortschrittlicher Satelliten- und Pseudosatellitenplattformen, die bei der Bewältigung von Notfällen künftig eine Schlüsselrolle übernehmen sollen.
Die Entscheidung über die Fördergelder steht inzwischen fest. Angesprochen sind mit der Initiative öffentliche Anbieter, die bereit sind, innovative Produkte und Dienstleistungen in der Hochtechnologie zu entwickeln. Profitieren wird neben Fuerteventura auch eine Reihe weiterer spanischer Regionen, darunter Andalusien, Valencia und Navarra.
Insgesamt stellt das Programm 123 Millionen Euro bereit. Geleitet wird das „Caelus“-Projekt vom Generalsekretariat für Innovation, finanzielle Unterstützung kommt vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Hinzu kommt, dass es einen entscheidenden Bestandteil des nationalen Plans zur Förderung wissenschaftlicher und technischer Forschung und Innovation bildet.
So profitiert Fuerteventura von der Förderung
Mehrere zentrale Ziele stecken hinter der Förderung, die unter der Initiative zur „Förderung von Innovation durch Nachfrage“ läuft. An erster Stelle steht dabei, die öffentlichen Dienstleistungen mithilfe modernster Satellitentechnologie zu verbessern. Damit sollen Effizienz und Reaktionsfähigkeit der Dienste in kritischen Situationen substanziell steigen.
Eine zweite Vorgabe zielt auf Innovation und die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Unternehmen. Den Betrieben auf der Insel eröffnet das Projekt die Chance, sich in einem dynamischen Technologieumfeld einzubringen und neue, kreative Lösungen zu entwickeln. Davon soll nicht nur die Ingenieurs-Kompetenz vor Ort profitieren, es sollen sich auch wirtschaftliche Chancen auftun.
Als drittes Ziel nennt die Initiative die stärkere Kommerzialisierung von Innovationen. Was im Rahmen des Projekts an Technologien entsteht, soll nicht allein in staatlichen Institutionen zum Einsatz kommen, sondern bestenfalls auch im privaten Sektor erfolgreich vermarktet werden. Für die Region könnte das eine erhebliche Wertschöpfung bedeuten.
So soll die Kanaren-Satellitentechnologie genutzt werden
Als wahre Allrounder gelten die auf den Kanaren entwickelten Satelliten- und Pseudosatellitenplattformen. Einsetzen lassen sie sich etwa im Notfallmanagement. Auch bei der frühzeitigen Erkennung von Naturkatastrophen wie Waldbränden oder Überschwemmungen könnten die Technologien erheblich helfen, hieß es im Rahmen der Ausschreibung.
Darüber hinaus sollen die Plattformen Rettungseinsätze unterstützen. Mit den neuen Systemen lassen sich Notfälle präzise lokalisieren und die Rettungskräfte effizient koordinieren. In kritischen Situationen könnte sich so die Reaktionszeit deutlich verkürzen.
Ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich könnte die Kommunikation in Krisengebieten sein. Selbst wenn herkömmliche Netzwerke ausfallen, kann die Technologie eine funktionale Kommunikations-Infrastruktur aufbauen. Nutzen lässt sie sich zudem für das Umweltmonitoring und die Landwirtschaft, indem sie wichtige Daten über Anbauflächen und Umweltschutz liefert.
Die Zukunft des Innovationsstandorts Fuerteventura
Als entscheidenden Fortschritt für die technologische Entwicklung auf Fuerteventura wertet man das Satellitenprojekt „Caelus“. Die investierten 10,6 Millionen Euro sollen kurz- und mittelfristig Impulse setzen und das Innovationsökosystem der Insel auch auf lange Sicht stärken.
Nach dem Wunsch der Kanaren-Regierung soll sich Fuerteventura als Standort im Bereich der Technologie-Innovation etablieren. Von der Strahlkraft sollen dabei auch die lokalen Unternehmen profitieren.
















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