19 illegal gehaltene Reptilien sind auf Gran Canaria aus einem Wohnhaus befreit worden. Die Guardia Civil entdeckte die lebendigen Reptilien und Amphibien in einem Wohnhaus und beschlagnahmte sie. Bei den Tieren handelt es sich um exotische Arten, die entweder unter Artenschutz stehen oder als invasive Spezies eingestuft sind. Beides sind Kategorien, deren Haltung in Spanien streng reglementiert ist.
Der illegale Handel mit und die Haltung von Wildtieren ist auf den Kanarischen Inseln kein Randphänomen. Exotische Reptilien und Amphibien gelangen häufig über den Schwarzmarkt in Privathaushalte, ohne dass die Halter über die nötigen Genehmigungen verfügen. Invasive Arten stellen dabei ein besonderes Risiko dar: Gelangen sie in die Natur, können sie heimische Ökosysteme empfindlich stören, was auf den Inseln mit ihrer einzigartigen Fauna besonders schwer wiegt.
Ein Beispiel für eine solche Problematik ist die Kalifornische Königsnatter die sich explosionsartig ausbreitet. Auch das Mufflon am Teide gilt als großes Problem. Im aktuellen Fall führten die Ermittler die Razzia in einem Wohnhaus in Santa Brígida im Inneren Gran Canarias durch. Das spanische Strafgesetzbuch sieht für solche Delikte empfindliche Geldstrafen und im Wiederholungsfall auch Freiheitsstrafen vor.
Polizei befreit illegale Reptilien auf Gran Canaria
Die 19 beschlagnahmten Tiere wurden nach der Sicherstellung in die Obhut zuständiger Behörden übergeben. Grundsätzlich unterscheidet das spanische Recht bei solchen Fällen zwischen geschützten Tierarten, für deren Haltung eine spezielle Genehmigung erforderlich ist, und invasiven Arten, deren Haltung generell verboten ist.
Wer auf den Kanaren exotische Tiere halten möchte, muss sich im Vorfeld genau über den Schutzstatus der jeweiligen Art informieren. Auch vermeintlich harmlose Exoten, wie bestimmte Schildkröten- oder Gecko-Arten, können unter europäisches oder nationales Schutzrecht fallen.
Die Konsequenzen bei einem Verstoß reichen von der sofortigen Konfiszierung der Tiere bis hin zu strafrechtlicher Verfolgung. Die Guardia Civil verfolgt solche Verdachtsfälle, aber auch Tierquälerei, über die spezialisierte Tierschutz-Einheit Seprona.
















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