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Freitag, 5. Juni 2026
Gran Canaria

Kalifornische Königsnatter: Behörden fangen 793 invasive Schlangen auf Gran Canaria

Auf Gran Canaria sind im Mai 793 Kalifornische Königsnattern gefangen worden. Nur einmal überhaupt waren es mehr Exemplare der invasiven Schlangen. Die Behörden rechnen mit steigenden Zahlen.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Im Mai wurden auf Gran Canaria 793 Kalifornische Königsnattern gefangen, der zweithöchste Monatswert seit Beginn der Aufzeichnungen 2009.
  • Die invasive Schlangenart bedroht die heimische Tierwelt und zeigt im Mai ihre größte Aktivität. Es ist ein verstärktes Notfallprogramm mit 50 Kräften und Spürhunden im Einsatz.
  • Seit 2009 wurden insgesamt mehr als 22.800 Exemplare erfasst, knapp die Hälfte davon durch Meldungen aus der Bevölkerung.

Mit 793 gefangenen Exemplaren hat das Kontrollprogramm gegen die Kalifornische Königsnatter auf Gran Canaria im Mai 2026 den zweithöchsten Monatswert seiner Geschichte erreicht. Höher lag nur der Mai 2025 mit 803 Fängen. Der Monat Mai ist regelmäßig jener Zeitraum, in dem die invasive Art die größte Aktivität an der Oberfläche zeigt.

Die Aufzeichnungen des Programms reichen bis ins Jahr 2009 zurück. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 wurden 1402 Tiere registriert, der dritthöchste Wert für diesen größeren Zeitabschnitt. Ein verhaltener Jahresauftakt geht auf die niedrigen Temperaturen der ersten Monate zurück, die die Schlangen weniger aktiv werden ließen und die Fangzahlen im ersten Quartal drückten.

Zum Vergleich: Bis Ende Mai 2021 waren 1745 Schlangen gefangen worden, das Jahr schloss mit 2648 Exemplaren. 2022 lagen die Fänge bis Ende Mai bei 1546 und am Jahresende bei 2676. Trotz des kühlen Starts rechnet das Programm für 2026 mit hohen Gesamtzahlen am Jahresende.

Königsnatter auf Gran Canaria im Sommer besonders aktiv

Das jährliche Notfallprogramm begann am 28. März 2026. In dieser Phase wird der Einsatz um 40 zusätzliche Kräfte verstärkt, sodass das gesamte Aufgebot 50 Personen umfasst, darunter Vorarbeiter, Operateure, Hundeführer und Techniker. Im Feld sind zudem mehrere auf die Schlangensuche trainierte Hunde sowie 566 aktive Fallen.

Das Verstärkungspersonal ermöglicht gezielte Suchaktionen in Gebieten mit besonders hoher Schlangendichte oder bei begründetem Verdacht auf ihr Vorkommen. Das Programm wird je zur Hälfte von der Umweltabteilung der Inselverwaltung von Gran Canaria und der Regionalregierung der Kanaren finanziert und vom Unternehmen Gesplan durchgeführt.

Gesplan ist ein öffentliches Unternehmen unter der Regierung der Kanarischen Inseln und dem Ministerium für Territorialpolitik. Aktuell führt das Unternehmen mehr als 300 Projekte pro Jahr mit einem multidisziplinären Team, bestehend aus mehr als 2000 Mitarbeitern durch. Die Schlangensuche ist eines davon.

Gran Canaria: Anwohner und Besucher sollen Königsnattern melden

Die Bürger-Hotline des Programms ist montags bis sonntags von 7 bis 21 Uhr erreichbar. Bürger tragen einen erheblichen Teil der Fänge bei: Von den seit 2009 zusammen 22.805 erfassten Exemplaren wurden 11.943 direkt durch die Operateure des Programms eingefangen und 10.862 durch die Bevölkerung gemeldet oder sogar selbst gefangen.

Die Kalifornische Königsnatter, auch Kettennatter genannt, wird zwischen 75 und 125 Zentimetern groß. Sie ist für Menschen gänzlich ungefährlich. Aufgrund fehlender Fressfeinde, konnte sie sich seit den 90er-Jahren auf Gran Canaria stark verbreiten. Sie gilt als Bedrohung für die dortige Tierwelt.

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