Passanten haben auf Gran Canaria die Überreste eines jungen Großen Tümmlers entdeckt. Der Delfin-Kadaver wies deutliche Bissspuren auf, die mit einem Hai-Angriff vereinbar sind.
Haie zählen zu den natürlichen Gegenspielern von Delfinen in atlantischen Gewässern. Solche Funde sind an den Kanarischen Küsten dennoch ungewöhnlich, obwohl verschiedene Haiarten in der Region nachgewiesen sind. Sie liefern Forschenden Hinweise auf Aktivitäten und Verbreitungsgebiete dieser Tiere, die sich dem direkten Blick der Menschen weitgehend entziehen.
An Donnerstag trieb die Strömung die Überreste eines jungen Großen Tümmlers an den Strand Playa de Los Palos im Gemeindebereich von Telde auf Gran Canaria. Von dem Tier waren lediglich der Kopf und ein Teil des Rückens übrig, der Rest des Körpers fehlte.
Gran Canaria: Bissspuren an Delfin deuten auf Hai-Attacke hin
Die sichtbaren Verletzungen des Tieres lass keinen Zweifel an der Herkunft: Die Wundränder und Bissmuster sind mit einem Angriff durch einen Hai kompatibel. Ob tatsächlich ein Hai den Tümmler tötete oder das Tier bereits tot war, als es angefressen wurde, ist hingegen unklar. Da die Überreste für eine Obduktion nicht ausreichen, wird diese Frage nicht mehr geklärt werden können.
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Ein Haiangriff auf einen Delfin bedeutet nicht zwangsläufig eine erhöhte Gefährdung für Badende. Haiattacken auf Menschen sind vor den Kanarischen Inseln äußerst selten. Der Fund an der Küste bei Telde löste entsprechend auch keine Sicherheitswarnung für die umliegenden Strände seitens der Behörden aus.
Der Große Tümmler gehört zu den am häufigsten beobachteten Delfinarten rund um Gran Canaria und die Kanarischen Inseln allgemein. Auch Grundwale gehören zu den Bewohnern der kanarischen Gewässer. Rund um die Inseln sind zudem Blauwale, Buckelwale, Finnwale, Pottwale und Orcas anzutreffen. Diese Arten passieren die Inseln jedoch lediglich, während unter anderem Pilotwale und Delfine ganzjährig dort leben.















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