Ein Mann ist am Sonntag vor der Westküste von La Palma ums Leben gekommen, nachdem ihn die Schraube des Bootes getroffen hatte, mit dem er unterwegs war. Der Unfall ereignete sich vor dem Gemeindegebiet von Puntagorda, wie die Guardia Civil bestätigte.
Das Opfer wird von den Behörden als „über 65 Jahre alt“ bezeichnet. Der Mann wohnte demnach im Gemeindegebiet Los Llanos de Aridane. Der Verunglückte stammte gebürtig aus dem Gemeindegebiet Garafía.
Zum Zeitpunkt des Unglücks war er mit einem engen Freund auf dem Wasser, der aus Puntagorda kommt und ebenfalls fortgeschrittenen Alters ist. Die beiden Männer hatten sich zu einem Angelausflug aufgemacht, wie sie es nach eigenen Angaben seit Jahrzehnten immer wieder gemeinsam getan hatten. Nach dem Zusammenstoß mit der Schraube blieb der Körper des Mannes unter Wasser, eingeschlossen unter dem Boot.
Feuerwehr taucht zur Bergung des Leichnams
Die Notrufzentrale Cecoes der Regierung der Kanarischen Inseln erhielt die Meldung über eine durch die Schiffsschraube verletzte Person. Die Leitstelle der 112 Canarias aktivierte daraufhin zunächst einen Rettungshubschrauber der Notfallgruppe GES sowie ein Schlauchboot der Feuerwehr und Beamte der Guardia Civil.
Feuerwehrleute rückten ebenfalls zum Unfallort aus und führten einen Tauchgang durch, um den Körper zu bergen. Am Einsatz beteiligt waren zudem ein Hubschrauber der Guardia Civil, Sanitätspersonal des Rettungsdienstes SUC sowie Beamte der Policía Judicial und der Policía Científica. Für die Unterwasserbergung war die Spezialtauchgruppe GEAS der Guardia Civil eingeteilt worden.
Das am Unfall beteiligte Freizeitboot wurde in den Puerto de Tazacorte geschleppt. Der Bootsführer erlitt nach dem Unglück eine Panikattacke. Der Mann musste medizinisch versorgt werden.
Die Ermittlungen übernahm eine Sondereinheit der Guardia Civil aus Los Llanos de Aridane, unterstützt vom kriminaltechnischen Labor der Behörde. Die Beamten rekonstruierten die Momente unmittelbar vor dem Kontakt mit der Schraube und wollen die Position des Opfers und des Bootes zum Unfallzeitpunkt klären. Vorläufig wird der Vorfall als Unfall untersucht, die genauen Ursachen sind noch offen.
„Absolute Tragödie“ vor La Palma
Der Unfall geschah im Meeresabschnitt zwischen dem Porís de Tijarafe und dem Puerto de Puntagorda. Dieser Küstenstreifen im Westen von La Palma besteht großteils aus Klippen und ist nur auf dem Seeweg erreichbar. Freizeitboote mit Liegeplatz im Puerto de Tazacorte steuern das Gebiet regelmäßig an, um Ziele wie die Cueva Bonita oder den Porís de Tijarafe zu erreichen.
Vicente Rodríguez Lorenzo, Bürgermeister von Puntagorda, sprach von „einer absoluten Tragödie“. Beteiligt gewesen seien zwei lebenslange Freunde, die Hunderte von Angelausflügen und andere Unternehmungen miteinander geteilt hätten.















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