Zum Inhalt springen
Gran Canaria News

Gran Canaria: Sturmlauf gegen Bauarbeiten an geschütztem Strand

Mehr als 30 Umweltschutzverbände haben Beschwerde gegen Bauarbeiten am Strand Veneguera auf Gran Canaria erhoben. Der Strand liegt im Schutzgebiet Parque Rural del Nublo. Die Verbände fordern Auskunft über behördliche Genehmigungen.

Mehr als 30 Umweltschutzverbände haben Beschwerde gegen Bauarbeiten der Hotelkette „Lopesan“ am geschützten Strand Veneguera auf Gran Canaria erhoben. Der Strand Veneguera liegt im Gemeindegebiet von Mogán und gehört zum Landschaftsschutzgebiet Parque Rural del Nublo.

Die Anti-Massentourismus-Bewegung auf den Kanaren hat ihren Ursprung unter anderem in einem Bauprojekt in einem Schutzgebiet auf Teneriffa. Seither ist die Bevölkerung der Kanarischen Inseln deutlich wachsamer, was ihren Küsten- und Umweltschutz angeht. Dennoch kommt es weiterhin regelmäßig zu Baugenehmigungen in Schutzgebieten – und zu entsprechendem Protest.

Die Region gilt als eine der naturbelassensten Buchten im Südwesten Gran Canarias und unterliegt besonderen Schutzauflagen. „Lopesan“ ist in dort seit Jahrzehnten als großer Hotelbetreiber aktiv und steht mit seinen Entwicklungsvorhaben dort wiederholt öffentlich in der Kritik.

Bauarbeiten an geschützter Küste auf Gran Canaria sorgen für Protest


Konkret beanstanden die Verbände Erdstoff- und Materialbewegungen, die auf dem Strandgelände stattgefunden haben sollen. Neben der Beschwerde fordern sie von den zuständigen Stellen Auskunft darüber, welche Maßnahmen tatsächlich genehmigt wurden und auf welcher Grundlage.

Das Schutzgebiet Parque Rural del Nublo umfasst weite Teile des Innenlands und erstreckt sich bis zur Küste. Eingriffe in diesem Bereich unterliegen strengen Auflagen, da sowohl Flora als auch die Strandmorphologie als erhaltenswert eingestuft wurden.

Der Konflikt reiht sich in eine längere Geschichte von Auseinandersetzungen zwischen Naturschutzorganisationen und touristischen Investoren auf Gran Canaria ein. Insbesondere an der Südwestküste der Insel treffen wirtschaftliche Interessen und ökologische Schutzansprüche häufig aufeinander.

Was die Umweltverbände auf Gran Canaria fordern

In ihrem öffentlichen Protest geht es den Umweltschützern hauptsächlich um drei Punkte: Gefordert wird die Offenlegung aller behördlich erteilten Genehmigungen für die Maßnahmen im Strandbereich. Außerdem müsse geprüft werden, ob die durchgeführte Umschichtung von Erdreich mit dem Schutzstatus vereinbar sind. Abschließend geht es um Transparenz bei künftigen Vorhaben von „Lopesan“ im Gebiet Veneguera.

Die Hotelgruppe hat sich zu den erhobenen Vorwürfen bislang nicht geäußert. Auch die zuständige Inselverwaltung von Gran Canaria hat bisher keine Stellungnahme ausgegeben.

Kommentare

Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Kommentieren ist Teneriffa-News-Mitgliedern vorbehalten. Jetzt anmelden oder Mitglied werden.