Mehr als 100 Tonnen Seetang haben sich binnen weniger Tage an den Stränden von Las Palmas de Gran Canaria angesammelt. Im Süden der Hauptstadt wurden die Algen angespült. Die Stadt reagierte schnell, doch die Beeinträchtigungen bleiben wohl noch länger bestehen.
Wer das südliche Küstengebiet der Hauptstadt Gran Canarias besucht, trifft auf teils meterhohe Algenmassen und einen intensiven Geruch. Besonders betroffen sind die Naturpools von La Laja, der Strand La Puntilla nahe dem Fischereihafen sowie der Bereich Torreón de San Pedro im Stadtteil San Cristóbal.
Massenanschwemmungen von Algen an der Südostküste sind in Las Palmas de Gran Canaria regelmäßig zu verzeichnen. Die geografische Lage des Cono Sur begünstigt die Ansammlung von Meeresalgen, die durch Strömungen und Wind an die Küste getragen werden. In den Sommermonaten verstärkt sich dieser Prozess regelmäßig, so dass die Stadtverwaltung in dieser Jahreszeit erhöhten Reinigungsaufwand betreibt.
Algen auf Gran Canaria: 60.000 Kilo allein am Wochenende
Algen gehören grundsätzlich zum marinen Ökosystem; die gezielte Entfernung erfolgt jedoch dort, wo der Zersetzungsprozess die Gesundheit von Anwohnern und Strandbesuchern beeinträchtigen könnte.
Allein am vergangenen Wochenende entfernte der zuständige Küstendienst mehr als 60.000 Kilogramm Algenbiomasse. In der gesamten Woche bis zum 26. Mai summierte sich die abgetragene Menge auf mehr als 100 Tonnen.
Die Stadtverwaltung bestätigte die vom Dezernat Ciudad de Mar geleiteten Säuberungsarbeiten. Den operativen Einsatz übernimmt das Unternehmen FCC, das den Küstenmanagementsservice betreibt.
Laut Stadtverwaltung zielt die Entfernung darauf ab, gesundheitliche Risiken durch den Zersetzungsgestank möglichst gering zu halten, ohne das marine Ökosystem unnötig zu stören. Die Reinigung werde kontrolliert und bedarfsorientiert durchgeführt, heißt es aus dem Rathaus.
Algen auf Gran Canaria stören auch Urlaubsstrände
Urlauber, die in den kommenden Wochen den Cono Sur aufsuchen möchten, müssen mit Geruchsbelästigungen und sichtbaren Algenteppichen rechnen. Die Stadt arbeitet zwar unter Hochdruck an der Säuberung, doch der Atlantik sorgt für neue Biomasse an den Stränden. Eine vollständige Beseitigung sei laut Stadt kurzfristig kaum zu erreichen.
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