Um fast ein Fünftel teurer sind die Kartoffeln von den Feldern der Kanarischen Inseln binnen Jahresfrist geworden. Das kanarische Statistikamt ISTAC beziffert den durchschnittlichen Erzeugerpreis für Mai auf 0,87 Euro pro Kilogramm. Verglichen mit demselben Monat des Vorjahres bedeutet das ein Plus von 19,2 Prozent.
Gemeint ist dabei nicht der Preis, den der Kunde im Geschäft bezahlt, sondern das, was die Bauern für ihre Ernte bekommen. Als Papas arrugadas, den bekannten kanarischen Runzel-Salzkartoffeln, gehört die Knolle fest zur Küche der Inseln.
Was auf der Erzeugerebene teurer wird, schlägt üblicherweise erst mit einiger Verzögerung auf die Preise durch, die Verbraucher zu tragen haben. Und dabei sticht eine Insel besonders hervor:
Papas arrugadas könnten besonders auf Gran Canaria teurer werden
Auf Gran Canaria fiel die Bewegung laut ISTAC am stärksten aus. Die Insel kurbelte den Durchschnittspreis über alle Kanarischen Inseln damit entsprechend an. Die Preise für Tomaten und Zwiebeln gingen im vergangenen Jahr ab Hof hingegen am stärksten zurück.
Zwiebeln wurden in der Jahres Betrachtung um 28,6 Prozent günstiger. Kostete das Kilo den Erzeuger im Mai 2025 91 Cent, waren es in diesem Jahr nur noch 65 Cent. Bei Tomaten ging der Erzeugerpreis von 1,26 Euro im vergangenen Jahr auf aktuell 92 Cent zurück. Das bedeutet einen Rückgang von 27,8 Prozent.
Die Kartoffeln sorgen mit einem Plus von fast einem Fünftel für die kräftigsten Teuerungsraten, die bei landwirtschaftlichen Erzeugerpreisen der Region zu beobachten sind. Im Vorjahr wurden etwa 0,73 Euro pro Kilogramm fällig.
Traditionell setzen die Landwirte auf den Kanaren auf verschiedene alte Kartoffelsorten, die sich über die Zeit an das Klima der Inseln gewöhnt haben. Höher gelegene Zonen der Inseln bilden dabei den Schwerpunkt des Anbaus.














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