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Teneriffa Nachrichten

Gericht stoppt umstrittenes Tourismus-Projekt auf Teneriffa zum Teil

Teile des Luxus-Resorts Cuna del Alma auf Teneriffa sind von der Justiz gestoppt worden. Das Bauvorhaben in der Küstenschutzzone sorgt seit Jahren für Kritik.

Das Untersuchungsgericht 1 auf Teneriffa hat Bauarbeiten für Teile des Luxus-Resorts Cuna del Alma im Puertito de Adeje gestoppt. Die Richter kamen zu dem Ergebnis, dass ein Restaurant, ein Pool und ein Parkplatz in der Küstenschutzzone gegen das Gesetz verstoßen.

Die Entscheidung betrifft umstrittene Bauvorhaben innerhalb der 100-Meter-Küstenschutzzone. Diese Zone ist gesetzlich für öffentlichen Zugang und Überwachung reserviert. Die Staatsanwaltschaft beantragte den Baustopp, da alternative Standorte für die Anlagen verfügbar seien.

Von der gerichtlichen Anordnung gegen das Projekt Cuna del Alma sind nur gut fünf Prozent der Teilfläche 2 betroffen. Das sind etwa 2360 von insgesamt 45.000 Quadratmetern des Teil-Abschnitts. Doch auch gegen weitere Bereiche wird geklagt.

Langer Rechtsstreit um Tourismus-Projekt Cuna del Alma auf Teneriffa

Der Konflikt um das Resort dauert bereits seit Jahren an. Die Anti-Tourismus-Kampagnen einiger Anwohner der Kanarischen Inseln sind zum Teil in dem Bauvorhaben im Süden Teneriffas begründet.

Frühere Verfahren wegen fehlender Umweltgutachten und archäologischer Schäden wurden eingestellt. Zuletzt kritisierten Umweltschützer die Umsiedlung schützenswerter Küstenpflanzen.

Bisherige Versuche von Aktivisten und Umweltschutz-Vereinigungen, die gesamten Bauarbeiten zu stoppen, scheiterten. Die Umweltorganisation Puertito Libre klagt weiterhin und wirft den Projektverantwortlichen Verstöße gegen Raumplanung und Umweltgesetze vor.

420 Luxusvillen nahe der Küste in Teneriffas Süden

Der gerichtliche Stopp betrifft bislang nur einen kleinen Teil des Projekts. Weitere rechtliche Schritte stehen jedoch aus. Die Umweltorganisationen wollen das gesamte Bauvorhaben überprüfen lassen.

Im Rahmen des Bauprojekts sollen 420 Luxus-Villen auf einem 430.000 Quadratmeter großen Gelände nahe der Küste entstehen. Das Grundstück ist zudem von Naturschutzzonen und weiteren unter Schutz stehenden Arealen der größten Kanaren-Insel umgeben.

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